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Sprachatlas: Fassade findet Zustimmung

Campus-Planungen Sprachatlas: Fassade findet Zustimmung

Ab dem Herbst soll das neue Gebäude für den Sprachatlas auf dem ehemaligen Brauereigelände errichtet werden. Der Bebauungsplan wird in diesem Monat offengelegt.

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Diese Grafik zeigt den aktuellen Entwurf der Fassade für das Sprachatlas-Gebäude vom Pilgrimstein aus gesehen. Grafik: Universität

Quelle: d4a09

Marburg. Das baurechtliche Verfahren für die Bebauung des Brauereigebäudes schreitet voran: Im Bauausschuss und Umweltausschuss des Parlaments liegt den Stadtverordneten in der kommenden Woche der Bebauungsplan für das frühere Brauereigelände vor. Der Bebauungsplan wird jetzt offengelegt. Noch vor der Sommerpause soll dann der Beschluss des Stadtparlaments erfolgen, erläutert Reinhold Kulle, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung bei der Stadt Marburg.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des zweiten Bausteins für den Campus Firmanei geschaffen werden, nachdem die Planungen für den Neubau der Uni-Bibliothek bereits weiter fortgeschritten sind. Als erstes Bauprojekt auf dem Gelände der früheren Brauerei steht dort der Sprachatlas-Bau an. Außerdem ist dort noch Platz für ein weiteres Institutsgebäude der Universität, das aber erst nach der Fertigstellung des aktuellen Projekts geplant werden soll. Noch ist nicht klar, ob der Fachbereich Rechtswissenschaften dieses Institutsgebäude beziehen soll.

Die früheren Brauerei-Gebäude sind bereits seit einigen Jahren abgerissen. Übrig sind nur noch die Kellerräume unterhalb der öffentlichen Parkfläche, die im Zuge der Aushebung der Baugrube aber auch entfernt werden.

Der Sprachatlas-Neubau soll alle Abteilungen des derzeit auf mehrere Standorte in der Stadt verteilten im Jahr 1876 gegründeten sprachwissenschaftlichen Forschungszentrums der Universität zusammenfassen.

Realisiert werden soll ein Entwurf des Architekturbüros Bär, Stadelmann, Stöcker aus Nürnberg. Das Gebäude soll nur einen Teil der bebaubaren Fläche einnehmen und wird als langgestreckter Baukörper entlang des Mühlgrabens geplant, heißt es in der von einem Darmstädter Stadtplanungsbüro im Auftrag der Stadtplanungsamtes erstellten schriftlichen Begründung zum Bebauungsplan.

Bereits ab Sommer wird aufgrund der vorbereitenden archäologischen Arbeiten ein Teil der „Brauerei-Parkplätze“ nicht mehr zur Verfügung stehen (die OP berichtete). Rund die Hälfte der derzeit 136 öffentlichen Parkplätze kann aber trotz der Bauarbeiten weitergenutzt werden.

Der Sprachatlas-Bau soll in einem Abstand von vier Metern zur Mauer des Mühlgrabens errichtet werden. Aufgrund mehrfacher Beratungen im Denkmalbeirat und im Stadtgestaltungsbeirat wurde die Fassadengestaltung gegenüber dem ersten Entwurf weiterentwickelt.

Der modifizierte Entwurf wurde am 16. Januar im Gestaltungsbeirat vorgestellt und fand dort Zustimmung. „Das Untergeschoss war Vielen vorher zu steril und abweisend“, erläutert Stadtplaner Kulle. Jetzt sei das Untergeschoss nicht mehr wie vorher als eine Art Sockel gestaltet, sondern passe sich besser in die Gesamtgestaltung des Gebäudes ein. Die beiden Beiräte sollen auch im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens weiter beteiligt werden, wenn es beispielsweise um die Frage nach der Farbe für die Fassade oder die Wahl der Baumaterialien geht.

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