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Sportplatz-Sanierung auf der Kippe

Fußballabteilung des FSV Cappel Sportplatz-Sanierung auf der Kippe

Die Sanierung des Sportplatzes „Am Köppel“ in Cappel wird zu einer Hängepartie. Seit Monaten warten die Fußballer auf den Baubeginn, jedoch droht das Vorhaben bis mindestens 2018 verschoben zu werden.

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Weil im Sommer vergangenen Jahres der Ausweichplatz des FSV Cappel zur Flüchtlings-Erstaufnahme gewandelt wurde, sagte der Magistrat dem Verein im Oktober 2015 eine Sanierung der Sportanlage „Am Köppel“ zu.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Hintergrund ist nach OP-Informationen die von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) verhängte Haushaltssperre.

Für rund eine Million Euro sollte ab diesem Jahr ein Umbau des Spielfeldes von einem Natur- in einen Kunststoffrasenplatz erfolgen, zudem 
war eine 100-Meter-Bahn mit Kunststoffbelag sowie einer Weitsprunganlage und einer Ausdauerbahn rund um das Fußballfeld geplant. Daraus wird trotz Planungen und fertigen Entwürfen vorerst nichts.

„Froh sind wir darüber nicht, ändern können wir es jedoch auch nicht und müssen diese 
 Entscheidung daher akzeptieren – und sei es mit Zähneknirschen und auf uns zukommender Mehrarbeit“, sagt Rüdiger Schmeltzer, Vorsitzender des FSV Cappel.

Das Aus für einen zügigen Sportplatzumbau sorge 
aber für „gewaltige Probleme“ bei Training und Spielen aller Cappeler Fußballmannschaften, speziell in Herbst und Winter. Die Teams, Senioren wie auch Jugend, müssten in 
Ermangelung von Spiel- und Trainingsflächen weiterhin und dauerhaft auf andere Plätze ausweichen, etwa nach Bauerbach und Schröck – ein Mangel, den die Stadt mit dem ohnehin für die Zukunft geplanten Umbau beheben wollte.

OB will für Sanierung 
Geld vom Land einwerben

„Das Ausweichen auf andere 
Plätze macht die Sache für uns noch komplizierter, es wird dann immer wieder Terminkollisionen geben“, sagt Schmeltzer. Generell sorgt er sich um die Attraktivität des seit diesem Jahr 90 Jahre bestehenden Vereins, jetzt, da der Umbau um mindestens zwei Jahre verschoben wird.

Das Thema wird auch den Ortsbeirat Cappel beschäftigen. Ein Antrag der Linken fordert Gespräche mit der Stadt, die in eine Informationsveranstaltung für Anwohner münden soll.

Der Cappeler Ausweichplatz – ein Hartplatz – an der Umgehungsstraße wurde dem FSV im Sommer 2015 zugunsten der Flüchtlings-Erstaufnahme entzogen. Deshalb sieht die Kommune nun, da der Standort dauerhaft ein Flüchtlingscamp bleiben soll, wohl auch die Landesregierung in der Pflicht, dem Verein zu helfen.

Der Magistrat versucht daher 
die Finanzierung auf Wegen 
voranzutreiben, die nicht nur über den städtischen Haushalt gestemmt werden müssen. So sei das Bauvorhaben bereits im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms des Landes Hessen angemeldet worden, heißt es auf OP-Anfrage. Der OB 
stehe dazu im Briefkontakt mit der Landesregierung.

„Wir gehen davon aus, dass das Land die Kosten als Ausgleich für die Fläche an der Umgehungsstraße über die übliche Förderung hinaus weitestgehend übernimmt“, sagt OB Dr. Thomas Spies (SPD). Der neue Cappeler Kunstrasen soll perspektivisch auch die 
Situation im Georg-Gaßmann-Stadion, auf dessen Nebenplätze viele Mannschaften aktiv sind, entlasten.

von Björn Wisker

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