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Sportliche Action statt Rundfahrten

Eispalast Sportliche Action statt Rundfahrten

Winterlichen Spaß auf ­Kufen können Besucher noch bis zum 22. Januar im Marburger Eispalast genießen. Da gibt es nicht nur freies Eislaufen, ­sondern auch Eishockeytraining für Jugendliche und Erwachsene.

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Wie hält man eigentlich den Eishockeyschläger richtig? Das lernen Jugendliche beim Schnuppertraining im Eispalast.

Quelle: Patricia Grähling

Marburg. In Marburg ist wieder Eiszeit: Im Eispalast gleiten große und kleine Besucher seit einem Monat täglich über die Bahn, drehen Runden zur Discomusik bei schummriger Beleuchtung und künstlichem Nebel. Immer im Uhrzeigersinn fahren die Menschen beim freien Eislaufen. Hier und da rast ein wagemutiges Kind vorbei und legt eine Bremsung hin, bei der das Eis splittert und aufspritzt.

Im Marburger Eispalast gibt es aber nicht nur das freie Eislaufen, sondern auch einige Angebote. Es gibt ein Schnuppertraining im Eislaufen oder kurzweiliges Eisstockschießen. Die Jugendlichen hingegen haben richtig Spaß beim Eishockeytraining.

Es ist Dienstagabend. Da müssen die Besucher früher vom Eis, eine Durchsage von Betreiber Adi Ahlendorf beendet das freie Eislaufen. Blitzschnell schnappen sich die ersten Jugendlichen Eisschieber, um die Bahn von gesplittertem Eis zu befreien und wieder glatt zu machen - damit der Puck schnell gleiten kann. Statt schummrigen Discoleuchten gibt es helles Licht, der Nebel verzieht sich langsam und die letzten Töne von „You‘re my heart, you‘re my soul“ von Modern Talking verklingen. Stattdessen erklären die Trainer den acht Jungen und dem Mädchen, die diesmal beim Training dabei sind, die Grundregeln ­dieser schnellen Sportart.

Bremsen an der Bande oder auf dem Hintern

Mit Helm und Gelenkschonern ausgestattet gleiten die Jugendlichen rasend schnell auf ihren Kufen über die Eisfläche. Jeder hat einen Schläger in der Hand und einen eigenen kleinen Ball, der über das Eis geführt werden soll. Schnell müssen die kleinen Eishockeyspieler dabei sein, um den Ball am Schläger zu behalten.

Bei den meisten rollt er vorweg, die Jugendlichen rasen hinterher und versuchen, den orangenen Ball unter Kontrolle zu bringen. Dabei gehen auch viele Schläge ins Leere. Und hier und da verliert ein junger Schlittschuhläufer das Gleichgewicht und landet auf dem Hintern, kracht an die Bande oder fährt in einen Mitspieler.

Eigentlich sollte jeder nur so schnell fahren, dass er auch gut bremsen kann, hieß es zu Beginn des Trainings. Die jungen Sportler überschätzen sich eben manchmal. Aber beim Eishockey ist man hart im nehmen. Dennoch gibt es Regeln: „Der Schläger bleibt immer unten“, betonen die Trainer regelmäßig. „Ihr dürft beim Schlagen des Balls nicht weit ausholen, sonst trefft ihr vielleicht andere im Gesicht.“

Rund 90 Minuten lang machen die Jugendlichen verschiedene Übungen, um den Ball sicher führen und annehmen zu können, um Gegenspielern ausweichen zu lernen und um das Tor zu treffen. Zum Abschluss darf dann natürlich ein kleines Spiel nicht fehlen. Dann müssen die jungen Eishockeyspieler allerdings - für ihren Geschmack - viel zu früh die Eisfläche verlassen. Denn nach ihnen sind die Erwachsenen mit dem Training an der Reihe. Allerdings können die jungen Eisläufer noch bis zum 22. Januar jeden Dienstag üben. Das Training für Jugendliche ab 12 Jahren beginnt um 18 Uhr. Die Jugendlichen ab 16 Jahren und die Erwachsenen trainieren ab 19.30 Uhr. Minderjährige benötigen allerdings eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten, um mitmachen zu dürfen. Freies Eislaufen ist in der Regel täglich von 10 bis 22 Uhr. Ein Anfängercoaching für die ersten Schritte auf dem Eis gibt es zudem samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr.

von Patricia Grähling

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