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Sportler boxen sich durch die Wartezeit

Richtfest Sportler boxen sich durch die Wartezeit

Der Boxclub Marburg feierte sein Richtfest am Bau seines neuen Trainingszentrums in der Friedrich-Ebert-Straße. Der Bau kostet 350 000 Euro und bietet dem Verein nach Jahrzehnten eine Heimat.

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Zimmermeister Jürgen Müller (links) zeigt dem Ehrenvorsitzenden des Boxclubs, Günter Weimar, das Dach des neuen Box-
sportzentrums. Auf diesem soll eine Grünanlage entstehen.
Foto: Björn-Uwe Klein

Marburg. Für den Boxclub Marburg geht demnächst ein alter Wunsch in Erfüllung: Die Einweihung des Boxsportzentrums in der Friedrich-Ebert-Straße. Der Bau schreitet voran, in dieser Woche war Richtfest. Ein bewegendes Ereignis insbesondere für Günter Weimar, den Ehrenvorsitzenden des rund 120 Mitglieder zählenden Marburger Boxclubs.

„Auf diesen Moment habe ich 70 Jahre lang gewartet“, sagte der 80-Jährige im Gespräch mit der OP. Bislang war sein Verein stets auf verschiedene Sportstätten im Stadtgebiet verstreut. „Man hat sich teils gar nicht richtig gekannt.“

Das nun entstehende Trainingszentrum werde „ein Haus der Kommunikation“, in dem sich die Vereinsmitglieder näher kennen lernen könnten, betonte Weimar. Der Ehrenvorsitzende ließ es sich nicht nehmen, zur Verkündung des Richtspruchs gemeinsam mit Zimmermeister Jürgen Müller auf das Gerüst zu steigen.

Die Freude stand beim Richtfest auch dem Boxclub-Vorsitzenden Peter Weller ins Gesicht geschrieben. „Wir freuen uns richtig“, betonte er. Voraussichtlich Ende Anfang Juli werde das Trainingszentrum eingeweiht.

Magistratsmitglied Jürgen Hertlein (SPD) unterstrich, dass das Projekt seitens der Stadt Marburg die volle Unterstützung erfahre. Es sei ein „wichtiger Baustein im sportlichen Bereich Marburgs“. Die Stadt beteiligt sich mit 260 000 Euro an den Kosten, die sich auf insgesamt rund 350 000 Euro belaufen. Weitere Zuschüsse erhält der Boxclub vom Land Hessen (50 000 Euro) und dem Landkreis (15 000 Euro), 35 000 Euro hat er selbst zu tragen. Mit von der Partie waren während des Richtfests auch Bauherr Harry Liedtke, selbst Mitglied im Boxclub, Cheftrainer Ronald Leinbach sowie weitere Vereinsmitglieder.

Liedtke und Weller informierten über die geplante Gestaltung der Räume. In dem Sportzentrum soll ein Boxring von sechs mal sechs Metern platziert werden. Teile der angrenzenden ehemaligen Gaststätte sollen in das Zentrum integriert und für Zusammenkünfte genutzt werden. Mit den neuen räumlichen Möglichkeiten will der Verein zudem sein Trainingsangebot erweitern.

Laut Peter Weller wird beispielsweise Managerboxen zukünftig mehr Gewicht erhalten: ein Sport auch für jene, die mit Boxen bislang nichts zu tun hatten - insbesondere für Bürotätige, die nicht nur ihre Kondition, sondern auch ihre Persönlichkeit trainieren wollen.

von Björn-Uwe Klein

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