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Sporthalle soll rechtzeitig fertig werden

Richtsberg-Schule Sporthalle soll rechtzeitig fertig werden

Die Zeit des Wartens hat bald ein Ende: Die Sporthalle am Richtsberg steht zum Beginn des neuen Schuljahres wieder für Schulen und Vereine zur Verfügung.

Marburg. Hoch umstritten war sie, die Sanierung der Vierfelder-Sporthalle am Richtsberg. Viele befürchteten für die 18-monatige Bauzeit einen Engpass für Schulen und Vereine, der nicht geschultert werden könne.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) nutzte deswegen gestern einen Pressetermin zur Vorstellung des Baufortschritts bei dem gegenwärtig größten Bauprojekt in Marburg, um sich ausdrücklich bei Schulen und Vereinen zu bedanken, „die offensiv diesen Weg mitgegangen sind, um diese schwierige Zeit zu überwinden“.

Die beste Nachricht, die der Sportdezernent im Gepäck hatte: Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand wird die Komplettsanierung der Halle bis zum Beginn des kommenden Schuljahres abgeschlossen sein. Wünsche von Vereinen und Schulen für die Belegung in der Zeit nach der Sanierung gebe es schon reichlich, ergänzte die Leiterin des Fachdienstes Sport, Kirsten Fründt.

Und noch eine gute Nachricht hatte Vaupel zu verkünden: Die Baukosten bleiben im kalkulierten Rahmen von knapp unter 5 Millionen Euro. „Gut angelegtes Geld“ nannte Vaupel diese Summe, weil die Stadt nach Fertigstellung der Arbeiten eine Halle an die Nutzer übergebe, die bis auf die Außenhülle komplett neu sei. In ihr soll zukünftig auch Hockey möglich sein; für den Schulsport wird außerdem eine Kletterwand installiert.

Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle freut sich darüber, dass die energetisch sanierte Halle künftig um 30 Prozent unter den Grenzwerten der aktuellen Energieeinspar-Verordnungen liege. Reinhard Schiller vom Bauamt der Stadt Marburg, der gemeinsam mit Kollegin Claudia Voigt die Bauleitung für das Projekt hat, berichtete, dass die Halle neben passivem Wärmeschutz mit einer Photovoltaik- und einer Solarthermieanlage ausgestattet werde. Der Stromverbrauch kann künftig großenteils durch die Photovoltaik-Anlage gedeckt werden, durch die Solarthermie würden etwa 800 Liter Heizöl per anno eingespart.

Wie bisher wird die Halle auch als Veranstaltungshalle zu nutzen sein: Die ausziehbare Tribüne für etwa 400 Zuschauer wird es auch nach Abschluss der Sanierungsarbeiten geben.

Der größte Engpass aufgrund der Sanierungsarbeiten war für diesen Winter erwartet worden. Nach Auskunft von Kirsten Fründt gibt es aber keine massiven Beschwerden. Zu diesem positiven Zwischenfazit tragen auch die Stadtwerke Marburg bei, die nach Auskunft eines Vertreters der Astrid-Lindgren-Schule wöchentlich mehr als 30 Klassen vom Richtsberg zum Sportunterricht in die Sporthalle Cappel transportieren.

Die Stadt wird auch weiter Sporthallen sanieren müssen, sagte Kahle. Als nächstes könnte es die Vierfelderhalle der Kaufmännischen Schulen treffen. Die Stadt hat mit der Anmietung und dem Umbau einer früheren Industriehalle der Temmlerwerke zumindest provisorisch Ausweichraum geschaffen.

Zudem soll in diesem Jahr ein Planungswettbewerb für den Bau einer Multifunktionshalle auf dem Gelände der Elisabethschule ausgeschrieben werden. Die Planungskosten sind im Haushalt eingestellt.

von Till Conrad

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