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Sportfest für geistig Behinderte

Novartis Community Partnership Day Sportfest für geistig Behinderte

Das Spiel- und Sportfest im Georg-Gaßmann-Stadion im Rahmen des "Community Partnership Days" der Firma "Novartis Vaccines" war bei schönem Wetter ein großer Erfolg.

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Weitsprung, sich über Medaillen freuen und Spaß an der Bewegung haben – das alles gab‘s beim Sportfest. 350 Novartis-Mitarbeiter packten bei 17 Institutionen an - wie zum Beispiel in der Kita Sonnenblume in Wehrda.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Eröffnung war fast ein bisschen wie bei der Olympiade: Die teilnehmenden Sportler marschierten ausgelassen jubelnd auf der Tartanbahn hintereinander ein und winkten in Richtung Tribüne. Von dort aus wurden sie von den freiwilligen Helfern der Firma „Novartis Vaccines“ und der Käthe-Kollwitz-Schule begeistert begrüßt.

Als alle Schulen - darunter mit der Marburger Theodor-Heuss-Schule erstmals auch eine Regelschule - sich auf dem Rasen nebeneinander aufgestellt hatten, folgte ein Countdown von zehn bis eins und bunte Luftballons in den Farben der Teams stiegen in den Marburger Himmel. „Was ist das für ein wunderschöner Anblick“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel. Damit meinte er das farbenfrohe Bild, das die Schüler aus zehn Schulen aus ganz Hessen boten, denn jedes Team hatte eine eigene Farbe für die Sportkleidung. „Ich hoffe, dass ihr alle heute viel Spaß habt“, sagte Vaupel zu den jungen Sportlern.

 

Auch „Novartis“-Geschäftsführer Jochen Reutter hielt eine kurze Ansprache. „Das ist mein erster Partnerschaftstag. Ich bin jetzt schon ganz beeindruckt, mit wie viel Freude ihr dabei seid“, sagte er. Das „Spiel- und Sportfest für Menschen mit einer geistigen Behinderung“ findet jedes Jahr am 25.April statt.Dieses Jahr haben mehr als 340 Schüler sowie mehr als 150 Betreuer teilgenommen.

Vor sieben Jahren fand das erste Sport- und Spielfest dieser Art statt, damals noch auf dem Schulhof des Kerstinheims. Ausgangspunkt für das Ganze war der Wunsch der Schüler, ein eigenes Sportfest zu feiern. Weil sich jetzt immer mehr Schulen beteiligen, ist es mittlerweile das größte Sportfest für geistig behinderte junge Menschen in Hessen. „Es ist schön, wenn man sieht, was für einen Spaß sie dabei haben und mit welchem Ernst sie dabei sind“, sagt Hans Ordnung, der Leiter des Kerstinheims.

Foto: Nadine Weigel

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Schüler sollen Spaß haben und in Bewegung kommen

Einer seiner Schüler ist Flo­rian, der beim Team des Kerstinheims mitmacht. Er erzählte der OP, dass er ein begeisterter Fußballer sei und den Einmarsch „super cool“ fand. Zunächst stand aber nicht ein Fußballmatch auf dem Programm, sondern Leichtathletik: Die Disziplinen 30-Meter; 50-Meter- und 100-Meter-Lauf sowie Weitsprung und Wurfdisziplinen. „Ziel des Sportfestes ist es, dass die Schüler Spaß an der Bewegung bekommen. Aber sie haben alle trotzdem viel Ehrgeiz, weil sie das Sportabzeichen schaffen wollen“, erklärt die Bewegungstherapeutin Martina Strube, die im Kerstinheim Sport unterrichtet und das Sportprogramm mitorganisiert hat.

„Wir legen die Maßstäbe des Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung an“, berichtet Manfred Isenberg, der auch Sportabzeichenprüfer ist und als einer der freiwilligen „Novartis“-Helfer seit dem Anfang dabei ist. „Kinder mit Einschränkungen können auch ganz besondere Leistungen vollbringen“.

Auch das gestrige Sportfest hatte einige herausragende Leistungen: So lief Benjamin Filmer (Kegelbergschule Frankenberg) die 100 Meter in 12,95 Sekunden. Sein Schulkamerad Maik Klauke schaffte im Weitsprung 4,90 Meter. Viktor Reifschneider (Theodor-Heuss-Schule) warf den Schlagball 49,80 Meter weit. Weitere gute Leistungen: Kevin Reves (Kerstinheim)13,60 Sekunden auf 100 Metern und Julian Trusheim (Kerstinheim) 4,40 Meter im Weitsprung sowie André Roller (Bettina-von-Arnim-Schule) 4,68 Meter im Weitsprung. Aber auch für Spiele ohne sportlichen Ehrgeiz gab es viel Raum. Zum Beispiel konnten Plastikfische geangelt werden, und überdimensionale Legosteine standen zum Zusammenbauen bereit. In der Sporthalle gab es eine Art Ruhezone, aber es gab auch Angebote zum Klettern und Geschicklichkeitsspiele. Mit einem Rollstuhl-Wettbewerb auf der Laufbahn und einem Fußballturnier klang das Fest aus. Das Sportfest war aber nicht der einzige Höhepunkt des Novartis-Partnerschaftstages. 350 Novartis-Mitarbeiter packten den ganzen Tag über bei insgesamt 17 Marburger Vereinen und Institutionen fleißig mit an. Ob im Kindergarten oder im Altenheim - überall erneuerten, verschönerten und halfen die Novartis-Mitarbeiter.

von Paula Strube-Weitzelund Manfred Hitzeroth

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