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„Spies vertritt Multikulti-Positionen von vorgestern“

Integration „Spies vertritt Multikulti-Positionen von vorgestern“

Die Äußerungen von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) zum Begriff Integration findet der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Jungen Union Dr. Stefan Heck „untragbar“.

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Marburger Muslime feierten am Samstag im Hörsaalgebäude.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Spies hatte am Samstag bei einer Veranstaltung der Islamischen Gemeinde Marburg gesagt, der Begriff Integration klinge für ihn zu sehr nach Anpassung. Stattdessen sollten Einheimische und Zugewanderte „gemeinsam weitergehen“. Kulturelle Anpassung empfinde er als „eher störend“ (die OP berichtete). „Spies vertritt Multikulti-Positionen von vorgestern, die die Bildung von Parallelgesellschaften befördern. Wer nach Deutschland kommt muss bereit sein, sich anzupassen. Er muss nicht nur unsere Verfassung akzeptieren, sondern auch die deutsche Sprache erlernen und die Werte unseres Zusammenlebens übernehmen. Es kann nicht sein, dass Herr Dr. Spies von uns Einheimischen offenbar genauso viel Veränderung verlangt, wie von den Zugewanderten“, sagte Heck.

Die Äußerungen von Spies sind nach Ansicht der JU „umso erschütternder, wenn man den Zusammenhang bedenkt, in dem sie gefallen sind“. Die Islamische Gemeinde Marburg sei „umstritten, da sie von einem Verein und Einzelpersonen unterstützt wird, die laut Verfassungsschutz in Verbindung mit der extremistischen Muslimbruderschaft stehen.“ Die JU bezieht sich auf einen Bericht des „Hessischen Rundfunks“, der mitteilt, dass der Unterstützer-Verein Orientbrücke 2013 im Bundesverfassungsschutzbericht erwähnt war. Die IG hat wiederholt betont, keinen Extremismus zu dulden.

Spies hatte erklärt, die Stadt lehne pauschale Verdächtigungen und „Verschwörungstheorien“ gegen die Islamische Gemeinde ab. Heck sagte der OP, er habe das Bundesinnenministerium um die Prüfung der Förderzuwendung gebeten, die durch die Stadt an die Islamische Gemeinde floss. Das BMI hatte mitgeteilt, dass dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge keine Erkenntnisse zu einem extremistischen Hintergrund bei der IG Marburg bekannt war.

von Anna Ntemiris

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