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Spielplatz entsteht mit 400 Stunden Eigenleistung

Gemeinschaftsprojekt in Wehrshausen Spielplatz entsteht mit 400 Stunden Eigenleistung

Nach vier Tagen harter Arbeit konnten die Wehrshäuser Kinder ihren neuen Spielplatz gemeinsam mit den vielen Helfern einweihen. Die Pläne für die Spielgeräte haben sie selbst entworfen.

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Zahlreiche Kinder, Ortsvorsteher Andreas Bergmann (von links), Schulleiterin Helga Hachenberg-Imhof und Bürgermeister Franz Kahle freuen sich über den neuen Spielplatz.

Quelle: Ingrid Lang

Wehrshausen. Ein gemeinschaftliches Projekt von Jung und Alt konnte in fröhlicher Runde seiner Bestimmung übergeben werden.

Unter dem Applaus der vielen Gäste wurde im Beisein von Bürgermeister Franz Kahle, Ortsvorsteher Andreas Bergmann, den Schülern sowie den Helfern, das Band zur Einweihung des Spielplatzes gemeinsam durchgeschnitten.

„Nach nur vier Tagen harter Arbeit kann heute der Spielplatz eingeweiht werden“, sagte Ortsvorsteher Andreas Bergmann. Bürgermeister Franz Kahle betonte, dass man mit einer guten Gemeinschaft viel erreichen kann.

Schulkinder sagen mit Blumen "Danke"

Schulleiterin Helga Hachenberg-Imhof bedankte sich ebenfalls für die enorme Mithilfe. „Danke“ sagten auch die Schulkinder, die Blumen gebastelt und sie anschließend an die Helfer überreichten. Entstanden ist das Projekt in Kooperation mit der Stadt Marburg, um Nathalie Pörksen und Karen Rohlfs vom bsj Marburg.

In nur vier Tagen entstand ein neuer Spielplatz. Zudem betonte Bergmann, dass der Spielplatz kein Projekt im Rahmen der Dorfentwicklung (IKEK), sondern eine Gemeinschaftsarbeit der Bürger ist.

Mit Frau Celia Meggers vom Fachdienst Grün der Stadt Marburg hatte sich der Ortsbeirat in Verbindung gesetzt. Die Schüler der Verbundschule Wehrshausen mit Dagobertshausen und Cyriaxweimar zeichneten Spielgeräte mit einer Gemeinsamkeit: Alle haben sie rote Türmchen oder Dächer. Aus diesen Skizzen entstand eine Zeichnung, die als Vorlage für das Spielgerät diente, berichtete Nathalie Pörksen.

Motto: "Die Türme vom Reiterhof"

Der Spielplatz steht unter dem Motto „Die Türme vom Reiterhof“. Passend dazu gibt es auch zwei Pferde, die als Sitzplätze dienen. Ein erstes Treffen zur Gestaltung fand im Mai statt und im August war es dann endlich so weit. Die Zusage von der Stadt lautete, das Geld stehe bereit. Die Kosten für den neuen Spielplatz belaufen sich auf 30.000 Euro.

Die Arbeiten begannen für die fleißigen Helfer mit der Anlieferung der Holzstämme. Unter der fachlichen Anleitung von Pörksen wurde das Holz passend gesägt. Die Balken und Bretter wurden zugeschnitten und den ganzen Tag über wurde gehämmert, gebohrt und geschliffen.

Auch der Platz, an dem das Spielgerät aufgestellt werden sollte, wurde vorbereitet. Zeitweise waren bis zu 16 Helfer im Einsatz. Sie bearbeiteten das Holz und transportierten die Materialien zum Spielplatz.

Nachdem alle Balken gestrichen und getrocknet waren, kam der Beton zum Verankern der Spielgeräte. Da der Betonmischer nicht auf das Gelände fahren konnte, wurde jede Schubkarre einzeln mit Beton gefüllt und zum Spielplatz transportiert. Die Arbeiten erfolgten alle Hand in Hand, egal ob Groß oder Klein, sie alle packten mit an.

Fleißige Hände verteilen 18 Kubikmeter Sand

Als dann das Spielgerät endlich fertig aufgebaut war, folgte noch Sand. Auch hier wurden die Ärmel hochgekrempelt und in nicht einmal zwei Stunden waren 18 Kubikmeter Sand von der Straße zum Platz transportiert und verteilt.

In über 400 Stunden an Eigenleistung haben viele fleißige Hände mit Unterstützung und fachlicher Anleitung einen tollen Spielplatz geschaffen, befand der Ortsvorsteher. Die Eltern versorgten die Helfer während der Arbeitseinsätze mit Essen und Getränken.

An dem Spielgerät wurde eine Rutschstange, Kletterwände, Griffe zum Hangeln sowie ein Holzstamm angebracht, über den man noch oben balancieren kann. Viel Spaß hatten die Kinder anschließend, als sie das Spielgerät in Einsatz nahmen. Da wurde balanciert, geklettert, gerutscht und gehangelt, während sich die Helfer und Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen trafen.

von Ingrid Lang

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