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Spiel und Sport fördern das Kennenlernen

Europäisches Jugendparlament Spiel und Sport fördern das Kennenlernen

Das internationale Akademische Sommerforum des Europäischen Jugendparlaments hat fristgemäß begonnen. In sieben Ausschüssen bereiten sich die Studierenden aus Europa auf die heißePhase des Kongresses vor.

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Die Mitglieder des Ausschusses „Transport und Tourismus“ hatten Spaß an den spielerischen Gruppenaufgaben.Foto: Ina Tannert

Marburg. Die Organisatoren aus Deutschland sind zufrieden mit dem erfolgreichen Start der Veranstaltung, die am Freitag in einer zeremoniellen Simulation einer erweiterten EU-Parlamentssitzung gipfeln soll.

Am Dienstagnachmittag kamen die letzten der rund 80 Delegierten aus über 30 europäischen Ländern in Marburg an. „Alle sind gekommen und hochmotiviert“, lobt Projektleiterin Laura Thiemt den Einsatz der Studierenden. Gemeinsam mit Pressesprecherin Laura Luther und den Teamleitern übernahm die 23-jährige Studentin aus Marburg die Organisation der Gruppen.

In sieben im Vorfeld festgelegten Ausschüssen zu verschiedenen europäischen Schwerpunkten versammelten sich die Parlamentsmitglieder in den Räumen der Jugendherberge Marburg. Mit einem gruppendynamischen Kommunikationstraining wurden erste Kontakte geknüpft, durch die Lösung problemorientierter Aufgaben lernten sich die Teilnehmer besser kennen und schufen eine erste Kommunikationsgrundlage. „Eine gemeinsame Problemlösung und Entscheidungsfindung stärkt die Gruppendynamik und Zusammenarbeit“, erklärte Laura Luther.

So kamen sich die Studierenden etwa durch eine gegenseitige Bestimmung der Augenfarbe spielerisch näher und bauten eventuell vorhandene Blockaden ab. Sportlich wurde es während einer anderen Übung, bei der die Gruppen nebeneinander auf Stühlen standen und lautlos nur durch Handzeichen die korrekte Reihenfolge ihres jeweiligen Alters herausfinden mussten. „In der Kennenlernphase geht es um gezielte Kommunikation als Vorbereitung der späteren Ausschussarbeit“, sagt der Vizepräsident des Forums, Konrad Staeger aus der Schweiz. Und letztendlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Seit gestern versammeln sich die Ausschüsse zu mehrstündigen Sitzungen, erarbeiten eigene politische Standpunkte und besprechen die angestrebte Resolution des Forums.

Ziel der Veranstaltung ist neben einem interkulturellen Austausch die Förderung politischer Interessen und Erfahrungen junger Menschen sowie ein geschärfter Blick auf die Entwicklungen im europäischen Raum. Für viele sind es die ersten Schritte in eine spätere politische Karriere, erzählen die Teilnehmer.

Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernahmen Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne).

Am Freitag findet mit der parlamentarischen Vollversammlung der Höhepunkt des Kongresses statt. In dieser wollen die Teilnehmer ihre erarbeitete Resolution diskutieren und ihre Positionen verteidigen.

von Ina Tannert

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