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Spiel-Spektakel gehört zu den Höhepunkten

Braille-Festival Spiel-Spektakel gehört zu den Höhepunkten

Europas größtes Treffen von blinden und sehbehinderten Menschen stand am Samstag ganz im Zeichen eines großen Spielfestes.

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Ein Bobbycar-Slalomrennen im Großsportfeld gehörte zu den vielen Wettbewerben im Rahmen des „Spiel ohne Grenzen“ beim Braille-Festival.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Unter Organisation vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) wurde unter dem Motto „100 Jahre - 100 Talente“ das 100-jährige Bestehen der Blista gefeiert.

2500 Besucher haben das Festival besucht. Es wurde ein breitgefächertes Programm an Unterhaltung, wie Konzerten, Tanzperformances für Nicht-Sehende, Blindenschrift-Lesungen und Sport geboten - darunter fiel auch das Spektakel „Spiel ohne Grenzen“ - eine beliebte Spielshow aus den 60er- und 70er-Jahren, bei der Sportlich- und Geschicklichkeit oberste Priorität hat.

Bei der kleinen Version dieser Spielshow beim Festival haben Mannschaften aus neun verschiedenen Regionen Deutschlands mit jeweils sechs Mitspielern teilgenommen.

Stimmung war ausgelassen und freudig

Mit Spielen wie „Dosenwerfen“, „Tandem Rennen“ oder „Rasenski“, bei dem drei Teilnehmer hintereinander auf Skiern standen, einander an den Schultern festhielten und ihre Füße über Schlaufen befestigt waren, war für jede Menge Spaß gesorgt. Auch das Publikum war aus den jeweiligen Regionen ver­treten und durch die lebhafte Moderation der Spiele konnten sie ihre Teams tatkräftig unterstützen und bejubeln.

Die Mannschaften bejubelten sich auch untereinander und hatten Spaß, auch wenn sie beim ein oder anderen Spiel keine Punkte ergattert haben. Die drei besten Teams des Wettbewerbs waren „B-Force“ aus Niedersachsen, „Die 100-Jährigen“ aus Marburg und die „Weißwurstzuzler“ aus Bayern.

Am Wochenende fand in Marburg das Braille-Festival der Blinden und Sehbehinderten statt.

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Als letzten Wettbewerb haben sie an der „Ultimative Samstagabendshow“ teilgenommen und spielten um Gewinnsummen von insgesamt 15000 Euro für Projekte in ihrer Region. Es ging dabei um Spiel- und Quizaufgaben wie z.B. „Erkenne die Melodie“, „Am laufenden Tonband“ oder „Was ertaste ich?“, bei dem die Kandidaten Tüten mit Requisiten bekamen, die ein Märchen ergaben, weil Marburg schließlich auch die „Brüder-Grimm Stadt“ ist.

Wie beim „Spiel ohne Grenzen“ war auch dort die Stimmung unter den Teilnehmern und dem Publikum ausgelassen und freudig.

Zu Besuch dieser Show waren auch große und bekannte Sängerinnen, wie Joana Zimmer und Corinna May, die das Publikum mit einem ihrer Songs begeisterten.

Diese Show war ebenfalls blindengerecht erlebbar. Zum Schluss ging der Gastgeber „Die 100-Jährigen“ aus Marburg daraus als Sieger hervor.

von Emily Davies

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