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Marburger Rotary Clubs

Spende soll Sprachförderung von Flüchtlingen dienen

Ein starkes Zeichen in ­Sachen Flüchtlingshilfe setzte der Rotary Club Marburg und der Rotary Club Marburg-Schloss: 
Sie stockten ihre Spende um 6000 Euro auf.
Mit ihrer Spende wollen die beiden Marburger Rotary Clubs vor allem die Sprachangebote für Flüchtlinge in Marburg unterstützen. Auch der Hausaufgabenbetreuung und Bildungs- und Beratungsangeboten soll das Geld zugute kommen. Archivfoto: Nadine Weigel

Mit ihrer Spende wollen die beiden Marburger Rotary Clubs vor allem die Sprachangebote für Flüchtlinge in Marburg unterstützen. Auch der Hausaufgabenbetreuung und Bildungs- und Beratungsangeboten soll das Geld zugute kommen.

© Nadine Weigel

Marburg. Die Marburger Rotary Clubs haben ihre Spende für die Flüchtlingshilfe in der Universitätsstadt aufgestockt. Erst zu Beginn des Monats hatten der Rotary Club Marburg und der Rotary Club Marburg-Schloss eine 9000-Euro-Spende an Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und die städtische Flüchtlingskoordinatorin Gudrun Fleck-Delnavaz überreicht (die OP berichtete).

Noch während der laufenden „Distriktkonferenz“ erklärte sich der Unternehmer Dietmar Kegler (Foto: Rotary Club)bereit, die bestehende Spende mit zusätzlichen 6000 Euro zu unterstützen und sie damit auf 15.000 Euro aufzustocken. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies nahm die Spende entgegen.

Spies lobte das soziale Engagement der Rotary Clubs. Viele Menschen glaubten, dass Status und Bildung allein auf der eigenen Leistung basierten. „Ich glaube, das stimmt nicht“, so Marburgs Stadtoberhaupt.

Im persönlichen Kontakt mit Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, werde ihm immer wieder bewusst, dass entscheidend dazu gehöre, das Glück zu haben am richtigen Ort zu sein. Denn auch bei großer Leistung gehöre das dazu.

„Alle Erfolge bedeuten deshalb auch eine Pflicht, nämlich denjenigen zu helfen, denen es nicht gut geht“, so Spies. Das lebten die Rotary-Clubs mit ihrer Spende für die Geflüchteten erneut vor. „Jeder sollte etwas zurückgeben und das tun Sie“, dankte er.

Distrikt-Governor Professor Dr. Bernhard Maisch übergab zusammen mit Präsident Michael Preusse vom Rotary Club Marburg und dem Präsidenten elect des Rotary-Clubs Marburg-Schloss Ulrich-Karl König symbolisch das Geld an Oberbürgermeister Spies und die städtische Flüchtlingskoordinatorin Gudrun Fleck-Delnavaz.

Maisch betonte, dass Sprachkompetenz und Kommunikation der Geflüchteten sowie die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gefördert werden sollen. Ziel ist es, Marburgs zugewiesene Flüchtlinge verstärkt in die Stadtgesellschaft im Sinne der Anerkennungs­kultur zu integrieren.

Ehrenamtliche bekommen Schulungen

Hierfür sei Sprachvermittlung von zentraler Bedeutung. Parallel dazu sollen auch die Begleitung ins Arbeitsleben, Studium oder andere Bildungsangebote sowie die allgemeine gesellschaftliche Teilhabe und das Vereinsleben gefördert werden.

Mit der Spende wollen die beiden Marburger Rotary Clubs daher integrative Angebote unterstützen. Dazu gehören Sprachangebote, durchgeführt von ­Ehrenamtlichen, Hausaufgabenbetreuung, die Anleitung und Begleitung zur Selbstorganisation und gesellschaftlicher Interaktion, Bildungs- und Beratungsangebote (politisch, rechtlich, sozial) sowie Gesundheitsangebote insbesondere für Frauen und Kinder.

Fehlende Arbeitsmaterialien wie ein Beamer, eine Leinwand oder Whiteboards können ebenfalls angeschafft werden. Auch eine Musikanlage, Bildschirme, Flyer, Gesundheitsmatten, Pinnwände und Lernmaterialien verbessern die integrativen Angebote. Die ehrenamtlichen Kräfte erhalten Unterstützung mit zielgerichteten Schulungen.

Die Spendenübergabe ist laut Maisch Teil der Distriktinitiative „Fast Action“, in deren Rahmen spendende Clubs noch zur Verfügung stehende Mittel für ein Programm zur Unterstützung von Geflüchteten und von ehrenamtlichen Helfern umwidmeten.


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