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Spaniens Gurken scheiden als Ehec-Erreger aus

Ehec-Erkrankungen Spaniens Gurken scheiden als Ehec-Erreger aus

Am Dienstag wurden die ersten zwei Fälle von Ehec-Erkrankungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf bestätigt.

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Keine spanischen Gurken mehr. Ein Schild an der Gemüseauslage vor einem Marburger Supermarkt verweist auf die Herkunft der Gurken. Spanien als Herkunftsland wurde mit dickem schwarzen Stift übermalt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Krankheitsverlauf sei nicht dramatisch, beide Patienten würden von ihren Hausärzten behandelt, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Ein weiterer Verdachtsfall im Uni-Klinikum Marburg hingegen bestätigte sich nicht.

Unterdessen beginnt die Suche nach der Ehec-Infektionsquelle von vorne. Der auf spanischen Gurken in Hamburg entdeckte Erreger hat offenbar nicht die Erkrankungswelle ausgelöst. Das habe eine Laboruntersuchung bei zwei der drei sichergestellten spanischen Gurken ergeben, sagte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Es zeigte sich bei den zwei Proben keine Übereinstimmung mit dem grassierenden Erreger des Typs O104, der aus den Stuhlproben der Patienten isoliert wurde. In Hamburg wurden nach Angaben der Senatorin zwar Ehec-Erreger auf den Gurken nachgewiesen – allerdings nicht der Stamm, der die Erkrankungswelle ausgelöst habe. „Nach wie vor ist die Quelle nicht identifiziert.“

Die Einzelhändler in der Region verzeichneten unterdessen massive Umsatzeinbußen. Aus Angst vor Ehec kaufen die Menschen bis zu 80 Prozent weniger Gemüse. Spanische Gurken, die bis Dienstag unter besonderem Ehec-Verdacht standen, sind in den meisten Supermärkten aus den Regalen verschwunden. Ketten wie Rewe werben sogar mit Rückrufaktionen für das umstrittene Gemüse. Auch in den Mensen der Marburger Uni werden derzeit keine frischen Gurken, Blattsalate und rohe Tomaten verarbeitet.

von unseren Redakteuren

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