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Sorge um die Bildungslandschaft

Schulstrukturen sollen verändert werden Sorge um die Bildungslandschaft

Seit Bekanntwerden der Pläne im Hessischen Kultusministerium, die Struktur von staatlichen Schulämtern und Studienseminaren zu verändern, sind Lehrer, Schulleiter und Eltern verunsichert.

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Pläne in Wiesbaden lösen Verunsicherung aus. Ist die Unterrichtsqualität gefährdet?

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Ein möglicher Abzug des Studienseminars für Gymnasien aus Marburg würde sich auf die Unterrichtsqualität an zwölf Schulen in Stadt und Umkreis auswirken. An diesen Schulen unterrichten die 205 Referendare, die im Studienseminar für Gymnasien ausgebildet werden.

Und dort legt man großen Wert auf eine individuelle und praxisbezogene Ausbildung, wie der stellvertretende Leiter des Studienseminars, Michael Röhrig, erklärt. Er selbst betreut zehn Referendare und besucht jeweils sechs Unterrichtsstunden. „Wir gehen davon aus, dass es die Referendare fachlich drauf haben, schließlich kommen sie von der Uni“, sagt er.

Aber: „Guter Unterricht ist damit nicht vorprogrammiert.“ Wer theoretisch wisse, wie mit Störenfrieden umzugehen sei, setze dies nicht automatisch in der Schulstunde um, nennt Röhrig ein Beispiel.

Während der zweijährigen Ausbildungszeit im Studienseminar würden sich die Referendare stetig in der Unterrichtsgestaltung weiterentwickeln, so Michael Röhrig.
„Ich gehe nicht davon aus, dass die Schulen keine Referendare mehr bekommen, falls das Studienseminar in Marburg schließen sollte, aber sie würden an Attraktivität verlieren“, sagt Röhrig.

Wenn die Schule in Biedenkopf sei, das Studienseminar aber in Gießen, bedeute dies längere Wege.

Umgekehrt könnten die Referendare auch von den Ausbildern des Studienseminars nicht mehr so intensiv betreut werden. Bei längeren Anreisen „werden aus sechs Unterrichtsbesuchen vielleicht nur noch vier“, sagt Röhrig.

von Heike Horst

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