Seit 1950 hat das Deutsche Grüne Kreuz seinen festen Sitz in Marburg, im „Kilian“, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt unweit der Alten Universität.
Marburg. Die Sorge um die Zukunft des Deutschen Grünen Kreuzes und seine Tochterunternehmen DGK Förderer GmbH und DGK Service GmbH (GiP), medialog GmbH, Pro Preventa GmbH sowie Verlag im Kilian GmbH wächst.
Wegen großer Finanzprobleme hatte Geschäftsführer Dr. Hans von Stackelberg Ende Mai den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Verein Deutsches Grünes Kreuz sei nicht von der Insolvenz betroffen, hieß es (diese Zeitung berichtete). Nach Informationen dieser Zeitung wurden die Mitarbeiter inzwischen aufgefordert, sich arbeitssuchend zu melden. Dr. Daniel von Stackelberg, einer der Geschäftsführer, erklärte auf Anfrage dieser Zeitung, dass der Betrieb derzeit normal weiter laufe. Das Ziel, keine Arbeitsplätze abzubauen, werde sich jedoch nicht realisieren lassen. „Das wäre illusorisch“, so von Stackelberg.
Das Grüne Kreuz befindet sich derzeit im vorläufigen Insolvenzverfahren, wie einer der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Manfred Kuhne erklärte. Jedes Tochterunternehmen hat einen eigenen Insolvenzverwalter. „Wir handeln abgestimmt“, so Kuhne. Ab 1. August werde das Insolvenzverfahren vermutlich eröffnet. „Es geht in einer bestimmten Form weiter. Es wird eine Fortführungslösung“, sagte er. Da er für heute eine Mitarbeiterversammlung anberaumt habe, wolle er dazu keine näheren Auskünfte geben. Nach Angaben von Stackelberg sind derzeit mehr als 50 Mitarbeiter beim DGK beschäftigt.
von Anna Ntemiris
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