Marburg. Am Freitag stellte Bürgermeister Dr. Franz Kahle Marburgs diesjährige Platzierung in der Solar-Bundesliga vor. Kahle zog ein positives Resümee für die Entwicklung 2009 und im ersten Halbjahr 2010: Dass man bei den Städten über 70.000 Einwohnern weiterhin auf Platz neun liege, sei einer erneuten erheblichen Steigerung der Zahl an Kilowattstunden pro Einwohner zu verdanken. Im Vorjahr reichten noch 33 Punkte im Wertungssystem der Liga für die Platzierung, dieses Mal erzielte Marburg 48 Zähler.
„Der Ausbau bei der Nutzung von Solarenergie hat selbst die kühnsten Prognosen übertroffen“, so Kahle „Heute erzeugen wir bis zu 4.720 Kilowattstunden auf diese Art und damit knapp zehn Prozent der Energie, die in Marburg verbraucht wird“.
Die erneuerbaren Energien seien dabei, dem Atomstrom den Rang abzulaufen, sagte der Bürgermeister. Deshalb verstehe er auch die Diskussion um Laufzeitverlängerungen nicht. „Ich denke, etwa ab 2014 wird der Strom vom eigenen Dach sogar billiger sein als der aus der Steckdose“, sagte Kahle.
Für die Zukunft sehen alle Beteiligten noch Potential in Marburg: Vor allem an den Gebäuden der Universität, mit der bis jetzt keine vernünftige Zusammenarbeit zustande gekommen sei, aber auch auf den Dachflächen einiger großer Firmen.
von Christoph Wohlleben
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