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Solar-Ausbau schreitet voran

Energie Solar-Ausbau schreitet voran

Mehr Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen in Marburg: Mit dem Zugewinn von mehr als einem Megawatt Leistung im Jahr 2014 liegt Marburg deutlich über dem Bundestrend.

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Nach Angaben der Stadtverwaltung schreitet der Ausbau erneuerbarer Energien voran.

Quelle: Archivfoto: Patrick Pleul

Marburg. Zwischen 2013 und 2014 gab es nach Behördenangaben im Netz der Stadt-werke eine Ausbaurate von Photovoltaikanlagen von zehn Prozent. Inzwischen sind in Marburg Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 13 Megawatt installiert - etwa ein Drittel des in Marburg verbrauchten Stroms kann, zur sonnigen Mittagszeit, über die Photovoltaik erzeugt werden. In den letzten Jahren rangierte die Stadt in der sogenannten Solarbundesliga regelmäßig unter den besten Zehn der vergleichbar großen Städte, hessenweit ist Marburg spitze.

Auch Unternehmen beteiligen sich verstärkt an der lokalen Energiewende. „Es gibt hier viele Handwerksbetriebe, die vorbildliche Anlagen bauen. Kleine Anlagen rechnen sich nach wie vor“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Außerdem biete das Marburger Solarkataster die Möglichkeit, zu prüfen, ob das eigene Haus für Photovoltaik und Solarthermie geeignet ist.

Bedenken gegen den Ausbau von Solarenergie, etwa wegen der Schwankungen bei der Versorgung, will Professor Hans Ackermann (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) entkräften. Beispiel: die Sonnenfinsternis vor wenigen Tagen. „Das kam einem Stresstest gleich, das war ein hervorragender Test, dass Netze Schwankungen aushalten können. Das zeigte, dass es problemlos ist, wenn Photovoltaikanlagen ausgebaut werden“, so Ackermann. Außerdem kritisierte er die sogenannte Sonnensteuer und spricht von „Strangulierungen der Bundesregierung“. Auch Kahle bemängelt: „Der Eigenverbrauch wird fiktiv versteuert.“ Beide sehen eine Zukunft in der Solarenergie. „Wir haben noch riesiges Potenzial. Dafür wollen wir weiter werben“, sagt der Bürgermeister.

Die Sonnenenergie wird in Marburg auf zwei Weisen genutzt: Zum einen mit Photovoltaik-Anlagen, die elektrischen Strom erzeugen, und zum anderen mit Solarthermie-Anlagen, mit denen warmes Wasser erzeugt wird. Für die Solarthermie hat die Universitätsstadt ein eigenes Förderprogramm. Den Schlüssel in der Energiewende sieht Rainer Kühne, Stadtwerke-Geschäftsführer, jedoch bei der Wärmegewinnung durch Solaranlagen: „Wärme ist wichtiger als Strom.“

Jan Stasik, Berater der Solar-Wagner-Nachfolgefirma Awasol, berichtet indes von neuen Speichertechniken, die das Unternehmen auf den Markt bringen will.

von Lisa Scholz

Kontakt
Mehr Infos erteilt die Energieberatung der Stadt: 06421 / 201 634.
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