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Software soll "Busrudel" verhindern

Abfahr-Info-System Software soll "Busrudel" verhindern

Senioren in der Universitätsstadt hoffen auf ein Ende des Busrudel-Phänomens. Viele Marburger beklagen, dass sich immer häufiger bis zu vier Stadtbusse stauen – und dann 15 Minuten in der Stadt keine Linie mehr fahre.

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Priorität bei der Installation der Fahrgastanzeigen haben die Haltestellen an den Hauptverkehrsstraßen – Hauptbahnhof, Südbahnhof und etwa an der Elisabethkirche.

Quelle: Nikola Ohlen

Marburg. „Wie die Deppen stehen die Wartenden herum, weil minutenlang kein Bus kommt. Und plötzlich, wie aus dem Nichts tauchen drei auf einmal auf, einer voll, der letzte leer – das geht jetzt schon seit Jahren so“, sagt Lucia Bodenhausen während der Sitzung des Seniorenbeirats.

Das Problem ist den Stadtwerken bekannnt. „Nichts ist ärgerlicher, als wenn zwei, drei Busse in der Innenstadt hinterinanderherfahren“, sagt Christoph Rau, Geschäftsführer von Stadtwerke Consult.

Das Verkehrsunternehmen arbeitet seinen Aussagen zufolge an der Einführung einer elektronischen Bus-Leitungssoftware, um das Busrudelaufkommen von der Zentrale aus zu minimieren.

Jedoch: Der Autoverkehr im Zentrum sowie die aus dem Umland in die Stadt fahrenden Busse erschwerten die Einhaltung „unseres theoretischen 7,5-Minuten-Takts“, wie Rau erläutert.

Um den Ärger darüberhinaus einzudämmen, soll bald mit dem Bau von Püntklichkeits-Anzeigen an Marburger Haltestellen begonnen werden. An 52 Stopps werden bis Ende des Jahres digitale Fahrgast-Informationssysteme errichtet werden.

Die ersten werden in den kommenden Wochen rund um den Bahnhofsvorplatz, der morgen nach monatelangen Bauarbeiten für den Busverkehr wieder freigegeben wird, aufgebaut. 1,8 Millionen Euro investieren die Stadtwerke nach eigenen Angaben dafür.

Ursprünglich war das Aufpeppen der Haltestellen bis Anfang dieses Jahres geplant. Allerdings sollten, so die Planung vor eineinhalb Jahren, nur 28 Anzeigen aufgebaut werden. Ziel ist Christoph Rau zufolge eine Verbesserung des Kundenservices.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit unseres guten Busangebotes“, sagte Franz Kahle, Aufsichtsrats-Chef der Stadtwerke und Bürgermeister zuletzt zur Einführung des Fahrgastinformationssystems.

Verspätungsprobleme wegen Großbaustelle

Indes macht die Dauerbaustelle am Verkehrsknotenpunkt Beltershäuser Straße/Cappelerden Busfahrern und Fahrgästen zu schaffen. Der Fahrplan von Linien, die Cappel und Richtsberg ansteuern, so berichten es Kunden während der Sitzung des Seniorenbeirats, werde seit Wochen kaum noch eingehalten.

Sorgen bereitet Rau die von Hessen Mobil angekündigte rund dreiwöchige Vollsperrung eines Teils der Hauptpendlerstrecke in den Osterferien (28. März bis 18. April). „Das wird eine Herausforderung“, sagt er.

von Björn Wisker

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