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So viele Studenten wie nie im Sommer

Hochschule So viele Studenten wie nie im Sommer

Redkord für die Zeit zwischen April und Oktober: Noch nie in einem Sommersemesterhaben haben sich viele junge Menschen an der Marburger Philipps-Universität eingeschrieben, wie in dem aktuellen. Ein Studiengang zieht besonders viele Erstsemester an.

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Studierende vor der Mensa am Erlenring: Heute beginnt das Sommersemester.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Exakt 25638 Männer und Frauen sind in diesem Semester an der Universität eingeschrieben, das ist ein Zuwachs von fast 900 gegenüber dem Sommersemeter 2015, damals gab es 24763 Studierende.

Deren Zahl ist im Wintersemester traditionell höher, im Wintersemester 2015 studierten knapp 26600 junge Menschen in Marburg.

Die Zahl der Erstsemester hat sich von 2321 im Sommersemester 2015 auf nun 2745 erhöht.

Eigentlich war damit gerechnet worden, dass die Zahl der Studierenden nach dem Hoch durch die doppelten Abiturjahrgänge langsam wieder abflacht. Dass dies zumindest in diesem Sommersemester noch nicht der Fall ist, könnte damit zu tun haben, dass viele Abiturienten nach der Reifeprüfung zunächst etwas anderes machen und erst mit einiger Verzögerung ein Studium aufnehmen, sagt Uni-Sprecherin Andrea Ruppel.

Die Uni tue aber selbst auch einiges, um für Studierende attraktiv zu sein, sagte Ruppel. So werde der Austausch mit anderen Universitäten intensiviert, vor allem mit „strategischen Partnern“ vor allem in England und China. Die Zahl der ausländischen Studierenden ist entsprechend von 2312 (2015) um mehr als 1000 auf 3270 angestiegen. 693 von ihnen sind im ersten Fachsemester.

Keine Notquartiere

Trotz der neuen Rekorde muss das Studentenwerk in diesem emester keine Notquartiere für Studierende zur Verfügung stellen, die keine Wohnung gefunden haben.

Der Studiengang Informatik ist bei den Erstsemestern, die heute ihr Studium in Marburg beginnen, am beliebtesten. Wie aus einer Auswertung der Philipps-Universität hervorgeht, ist Informatik wie schon im Sommersemester 2015 der Studiengang mit den meisten Erstemestern. Dahinter folgen das Fach Geschichte, das einen Sprung von Platz sieben der beliebtesten Studienfächer im Sommersemester 2015 gemacht hat, und das Fach Rechtswissenschaften.

Auf den Plätzen vier bis sieben folgen Betriebswirtschaftslehre (2015: Rang 5), Chemie (Rang 4), Pharmazie (wie bisher Rang 6) und Wirtschaftsinformatik (neu im Kanon der beliebtesten Fächer).

Zulassungsbeschränkt sind nach wie vor die Studiengänge Zahnmedizin und Pharmazie, die Studienplätze werden von der Stiftung für Hochschulzulassung, der früheren ZVS, vergeben. Der ebenfalls zulassungsbeschränkte Studiengang Medizin kann in Marburg nur in Wintersemestern begonnen werden.

Nach wie vor sind Frauen in der Mehrheit unter den Studierenden - sowohl was die Gesamtzahl als auch die Erstsemester angeht: In diesem Semester studieren 14159 Frauen, aber nur 11479 Männer an der Alma Mater Philippina. Unter den Studienbeginnern sind 1460 Frauen und 1285 Männer.

Einer der Höhepunkte des Sommersemesters wird das „Wissenschaftsfest Campus Marburg“ am 10. Juni sein. Es findet zum zweiten Mal nach 2013 statt und soll künftig immer abwechselnd mit dem Sommerfest der Universität stattfinden, wie Uni-Sprecherin Andrea Ruppel sagte.

Mehrere Ringvorlesungen

Unter dem Titel „Campus Marburg“ veranstalteten die Stadt Marburg und die Philipps-Universität im November 2013 einen Erlebnistag mit mehr als 200 Programmpunkten. In zahlreichen Universitätsgebäuden fanden damals Vorträge und Präsentationen, Diskussionen, Lesungen sowie Film- und Theateraufführungen statt. Nach der erfolgreichen Premiere soll es nun am 10. Juni 2016 eine Neuauflage geben. Das Programm steht noch nicht abschließend fest, verspricht aber viel Unterhaltsames und Geistreiches. Ein Schwerpunkt soll diesmal auf den Lahnbergen mit den Fachgebieten Medizin und Naturwissenschaften liegen, wo das Fest am Nachmittag beginnt.

Die Philipps-Universität bietet im Sommersemester vier Ringvorlesungen an: „1936 in Europa“ heißt die Ringvorlesung des Instituts für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft, ab 13. April, mittwochs 18 bis 20 Uhr.

„Revolution und Geschlecht“ ist das Thema der Ringvorlesung des Zentrums für Gender Studies, ab 14. April, donnerstags 18 bis 20 Uhr.

„Konflikte in Gegenwart und Zukunft“ heißt die Ringvorlesung des Zentrums für Konfliktforschung, ab 18. April, montags um 18.30 Uhr.

„Flüchtlingskrise oder ‚Normalität der Migration’“? heißt eine Interdisziplinäre Ringvorlesung an der Philipps-Universität Marburg, dienstags ab 18 Uhr.

Diese Ringvorlesung startet morgen mit einem Roundtable-Gespräch, bei dem fachlich unterschiedliche Perspektiven auf Flucht und Migration sowie Veränderungen durch die jüngsten Entwicklung von Fluchtbewegungen im Mittelpunkt stehen.

von Till Conrad

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