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So sehen es die OB-Kandidaten

Teil 3 von 5 der OP-Foto-Interpretation So sehen es die OB-Kandidaten

Der Countdown läuft: Noch 46 Tage sind es bis zur Oberbürgermeister-Wahl in der Universitätsstadt Marburg. Die OP stellt die sechs Kandidaten um die Nachfolge von Egon Vaupel und ihre politischen Ziele bis zum Wahlsonntag, 14. Juni, in unterschiedlichen Rubriken vor.

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Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Für die Foto-Serie „Was sehen Sie?“ hatte die Redaktion allen sechs Bewerbern fünf aktuelle Motive aus Marburg vorgelegt. Die Kandidaten mussten schnell darauf reagieren: Pro Bild hatten sie nur eine Minute Zeit, um die verschiedenen Aufnahmen zu deuten.

Bei dieser Aufgabe waren spontane Assoziationskraft und Lust am Formulieren gefragt. Wie beispielsweise bei unserem nebenstehenden Foto, das OP-Fotograf Tobias Hirsch am Anglerheim im Marburger Stadtteil Wehrda machte, wo er einige Kanus mit Paddeln ablichtete. Die Gedanken und Assoziationen der Kandidaten zu dieser fotografischen „Inszenierung“ im dritten Teil der Foto-Serie lesen Sie unten.

von Manfred Hitzeroth

 

Dirk Bamberger (CDU, 42 Jahre, Diplom-Sparkassenbetriebswirt):
Ich beziehe das Bild auf die Lahn. Wir leben an einem wunderschönen Fluss, der uns viele Freizeitmöglichkeiten bietet, beispielsweise die Lahntouren. Wir sollten uns bewusst sein, wie wertvoll es ist, sich in einer intakten Natur bewegen zu können. Das Foto steht aber auch dafür, dass man nach Erlebnissen wie so einer Lahntour wieder zur Ruhe kommen sollte.

Marius Beckmann (Die Partei, 25 Jahre, Student) :
Ich sehe Kanus. Mir fällt dazu „Barrierefreier Schiffsverkehr hin zum Schloss“ ein. Ich habe schöne Erinnerungen an Kanutouren auf der Lahn. Ich bin zwar einmal gekentert. Aber ansonsten war es sehr schön.

Dr. Elke Neuwohner (Bündnis 90/Die Grünen, 39 Jahre, Hausärztin):
Ich sehe Ruderboote mit vielen Rudern. Ich will Marburg als Stadt an der Lahn mit den Menschen gemeinsam kraftvoll voranbringen.

Jan Schalauske (Die Linke, 34 Jahre, Politikwissenschaftler):
Kanutouren, das Draußensein an sich, machen Spaß, um im Boot voranzukommen und nicht zu kentern, braucht es gegenseitiges Vertrauen. Unsere Stadt ist von einer reizvollen Landschaft umgeben, vom Fluß Lahn durchzogen. Der Freizeitwert ist hoch, es gibt viele Möglichkeiten in und außerhalb der Stadt zum Wandern oder Fahrrad fahren. Die Re-Naturierung der Lahn war und ist richtig, den Marburgern wurden anstatt Parkplätzen Freizeitflächen zurückgegeben, die beliebt, viel genutzt sind.

Dr. Thomas Spies (SPD, 52 Jahre, Landtagsabgeordneter):
„Man kann nicht Kapitän werden wollen, wenn man nicht auch paddeln will, und vorwärts kommt man nur, wenn man sich auf die Richtung einigt und den Takt.“

Rainer Wiegand (Parteilos, 57 Jahre, Künstler):
Das kann nicht in Marburg sein, so breit ist die Lahn doch nirgendwo. Eine Ruderpartie mit dem Magistrat kommt mir in den Sinn, aber ich würde das Boot nicht umwerfen oder die Mitfahrer nassmachen. Das Foto symbolisiert auch den Mannschaftsgedanken, weil man Dinge nur gemeinsam bewegen kann. Ein Oberbürgermeister ist schließlich kein König, gibt keine Befehle, sondern setzt Ideen, die in einem Miteinander gewonnen werden, um.

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