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So sehen es die OB-Kandidaten

Teil 2 von 5 der OP-Foto-Interpretation So sehen es die OB-Kandidaten

Der Countdown läuft: Noch 47 Tage sind es bis zur Oberbürgermeister-Wahl in der Universitätsstadt Marburg. Die OP stellt die sechs Kandidaten und ihre politischen Ziele bis zum  Wahlsonntag, 14. Juni, in unterschiedlichen Rubriken  vor.

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Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte: Für die Foto-Serie „Was sehen Sie?“ hat die Redaktion allen sechs Bewerbern fünf  aktuelle Motive aus Marburg vorgelegt. Die Kandidaten mussten schnell reagieren: Pro Bild hatten sie nur eine Minute Zeit, um die verschiedenen Aufnahmen zu deuten.

Die Aktion hat den Bewerbern Spaß bereitet, sie aber auch ein wenig herausgefordert.

Sagen die Bilder nicht mehr aus, als auf den ersten Blick sichtbar ist? Manchmal runzelten die Betrachter die Stirn, lächelten oder schüttelten den Kopf.  

Die spontanen Gedanken und Assoziationen der fünf Männer und einen Frau zu dieser fotografischen „Inszenierung“ im zweiten Teil der Foto-Serie lesen Sie heute.

von Anna Ntemiris

Dirk Bamberger (CDU, 42 Jahre, Diplom-Sparkassenbetriebswirt): Dabei denke ich sofort an das Entenrennen. Das Foto ist richtig gut gemacht und steht für mich für das märchenhafte Marburg, wo unter anderem die Gebrüder Grimm gelebt haben. Marburg hat eine wunderschöne Altstadt, der etwas Märchenhaftes anhängt. Und es zeigt: Selbst die kleinsten Entlein sind treue Kämpfer für unsere Stadt.

Marius Beckmann (Die Partei, 25 Jahre, Student): Ich sehe eine bewaffnete Marburg-Ente. Raubrittertum ist mit mir nicht machbar. Allerdings finde ich Quietsche-Enten begrüßenswert – am besten aber ohne Rüstung und Waffen.

Dr. Elke Neuwohner (Bündnis 90/Die Grünen, 39 Jahre, Hausärztin): Ich sehe den Marburger Ritter mit Renn-Ente und Froschkönig vereint. Ich liebe an Marburg seine Vielfältigkeit.

Jan Schalauske (Die Linke, 34 Jahre, Politikwissenschaftler): Sehr sympathisch! In unserer Hochschulgruppe haben wir damals ein Plakat entworfen, bei dem eine Quietsche-Ente in
einem Einmachglas steckte. Der Slogan lautete „Allein machen sie dich ein“ und sollte für Solidarität, für Zusammenschlüsse werben, um Dinge verändern zu können. Den Ritter in dem Bild sehe ich als einen, der für soziale Gerechtigkeit streitet – so eine Politik möchte ich hier; und zwar für jeden, der in Marburg lebt, egal ob Einheimischer, Migrant oder Flüchtling.

Dr. Thomas Spies (SPD, 52 Jahre, Landtagsabgeordneter): Ritterlichkeit ist ein bisschen altmodisch, aber sollte in Marburg kein Märchen sein: Hier achten die Starken darauf, dass eigentlich nicht einmal Enten eine Rüstung brauchen.

Rainer Wiegand (Parteilos, 57 Jahre, Künstler): Angesichts der Finanzsituation der Kommunen ist die Zeit der Scherze vorüber, wobei man den Humor nicht verlieren sollte. Ich erkenne da auch den Mittelaltermarkt wieder und mir kommt die Aussage von Oberbürgermeister Egon Vaupel in den Sinn, dass Marburg für Besucher wie eine Puppenstube, wie ein kleines Disneyworld
wäre.

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