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Flüchtlinge im Landkreis So können Sie helfen

Sie möchten den Menschen in der Notunterkunft in Cappel mit einer Spende oder tatkräftiger Mitarbeit helfen? Hier finden Sie eine Übersicht über die unterschiedlichen Möglichkeiten.

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Ein Zeichen des Willkommens am Zaun des Flüchtlingslagers in Cappel.

Quelle: Thorsten Richter

Landkreis. Seit vergangenem Wochenende sind in der Notunterkunft etwa 500 Flüchtlinge untergebracht. Viele Marburger wollen helfen. Die Koordination der Hilfsangebote aus der Bevölkerung stellt die Mitarbeiter der Stadt vor eine Herausforderung. Hilfe ist auf vielfältige Weise möglich.

Sachspenden

Eine Frau, die am Dienstag gegen Mittag zwei Bälle abgeben wollte, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Am Lagereingang kann nichts entgegen genommen werden. Sachspenden können aber beim Deutschen Roten Kreuz Im Rudert 13 abgegeben werden, insbesondere Kleidung und Spielzeug – hier derzeit vor allem Wachsmalstifte und Lego-Bausteine – von 8.30 bis 16 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Das teilte Stadtsprecherin Sabine Preissler mit.

Anlaufstelle für Ehrenamtliche Mitarbeit

Ansprechpartnerin für alle Hilfsangebote ist die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Marburg, Gudrun Fleck-Delnavaz, Telefon 06421/201-1857, E-Mail: g.fleck-delnavaz@marburg-stadt.de.

Wer ehrenamtlich mitarbeiten möchte – sei es bei einem Sprachkurs, Telefondienst oder der Essensausgabe, wird von der Stadt gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Die Stadt bittet um Verständnis dafür, dass es einige Tage dauert, bis die Hilfsangebote gesichtet und abgearbeitet sind. Die soziale Anlaufstelle in der Praxisklinik "Im Rudert 2" wird Anfang der kommenden Woche eingerichtet.

Möglichkeiten für Marburger, die sich engagieren möchten:

  • Ein niedrigschwelliges Deutsch-Sprachkursangebot soll den neu ankommenden Menschen Hilfen für den Alltag bieten, damit sie sich in Marburg und auch in Deutschland zurechtfinden, nach dem Weg fragen, Busfahrpläne lesen oder auch Lebensmittelprodukte erkennen können. Wer helfen will, muss keine Lehrkraft sein, sondern nur in einfachen Worten oder auch mit Bildern Begriffe und Regeln erklären.
  • Viele Menschen rufen derzeit an und möchten den Flüchtlingen auf unterschiedliche Weise helfen. Daher sucht die Stadt kommunikationsfreudige Menschen, die am Telefon den Anrufenden – soweit es möglich ist – Fragen beantworten und auch an entsprechende Stellen weiterleiten. Zuvor gibt es eine kurze Schulung.
  • „Im Rudert 13“ hat sich das Deutsche Rote Kreuz niedergelassen. Dort wird eine Kleiderkammer für die Flüchtlinge des Camps eingerichtet, die Kleidung wird ehrenamtlich sortiert und den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Wer bereit ist, sich hier ehrenamtlich zu engagieren, ist willkommen. Kleiderspenden können dort montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr abgegeben werden.
  • Das DRK wird die Verpflegung der Flüchtlinge im Zeltcamp übernehmen. Wer Interesse hat, die hauptamtlichen Mitarbeiter des DRK bei der Frühstücksausgabe, dem Mittag- und dem Abendessen zu unterstützen, kann sich beim Roten Kreuz melden.

Facebook-Gruppe

Die Welle der Hilfsbereitschaft in Marburg ist ungebrochen. Bis Dienstagmittag registrierten sich fast 1000 Menschen in der Facebook-Gruppe „Den Flüchtlingen in Cappel helfen“. Viele Menschen bieten über diese Plattform ihre Mitarbeit bei der Versorgung der Flüchtlinge an oder fragen, wo sie Sachspenden abgeben können.

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Seit 2014 haben hunderte von Asylsuchenden im Landkreis Zuflucht gefunden. Bürgerinitiativen in allen Kreisteilen sowie Landkreis und Kommunen bemühen sich, die Flüchtlinge im Alltag zu unterstützen. Eine Übersicht haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Hilfsangebote für Flüchtlinge
DRK-Mitarbeiter Joachim Scholz geht beinahe in dem Berg aus Kleiderspenden unter, die bisher in der Annahmestelle Im Rudert 13 in Cappel für die Flüchtlinge im Zeltcamp an der Umgehungsstraße abgegeben wurden.

Wem das Wort von der „Willkommenskultur“ im Zusammenhang mit der Flüchtlingstragödie abgedroschen klingt, der kann in diesen Tagen erleben, was sie im Ernstfall bedeutet: eine hohe Bereitschaft zu helfen.

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