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So bunt, wie 100 Leben eben sind

Serie in Buchformat So bunt, wie 100 Leben eben sind

Der Waschmaschinen-Experte Otto Lorenz wird nächste Woche am Stammtisch eine Runde schmeißen müssen. Dieser Text ist ein Grund dafür.

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Das sind sie: Die Gesichter des Landkreises. Als Gruppe machen sie schon etwas her. Aber wer sich die Zeit nimmt, mit jedem Einzelnen zu sprechen, kann Einiges erleben. Vom Tätowierer, über die Eierfrau bis zum achtjährigen Schlagzeuger – in der OP-Serie 100 Leute, 100 Leben haben wir sie jeweils alleine in den Mittelpunkt gestellt und ihre Geschichte erzählt. Ausgewählt haben wir die Protagonisten der Serie nach ihrem Alter. Von der Neugeborenen Sarah Elea Bösser bis zur 100-jährigen Friederike Pfau haben wir jeden Tag Menschen nach ihrem Alter aufsteigend vorgestellt.

Quelle: Thomas Strothjohann

Marburg. Egal, wen man gestern Abend fragte: An den Tag konnte sich jeder erinnern. An den Tag, an dem ein Fotograf der OP vorbeikam, um ihn für die Serie „100 Leben, 100 Leute“ zu fotografieren.
Zum Beispiel Otto Lorenz. Inzwischen ist er 68 Jahre alt, damals stand er stellvertretend für alle 67-Jährigen Portrait. Eigentlich ging er nur seiner Arbeit nach und reparierte eine Waschmaschine, als Thorsten Richter ihn besuchte. Der Fotograf legte seine Kamera geschickt in die Wäschetrommel der defekten Maschine und aktivierte den Selbstauslöser. Das Ergebnis dieses Fotos hat viele Spekulationen ausgelöst.

Künstlerischer Anspruch an die Bilder

„Viele glaubten, wir hätten das Foto gestellt und die Maschine hinten aufgeschraubt“, sagt Lorenz. Seit diesem Foto gibt es an Lorenz‘ Stammtisch eine Regel: Wer mit Foto in der OP erscheint, muss eine Runde schmeißen. Die zahlt Lorenz, wie er lachend zugibt, aber gerne.
Auch Nina Horn kann sich gut an den Sommertag erinnern, an dem Fotograf Tobias Hirsch sie im Georg-Gaßmann-Stadion besuchte: „Es war ganz schön heiß und der Fotograf hat sich immer weiter ausgezogen, bis er halbnackt auf der Tartanbahn lag“, erzählt die damals zehnjährige Leichtathletin. „Keine Sorge“, sagt ihre Mutter. Ganz nackt sei er nicht gewesen. Hirsch wollte sie beim Schuhebinden fotografieren und die Sonne sollte genau hinter ihrem Knie verschwinden.
Die Erinnerungen, die die Jahrgangs-Models an ihre Fototermine haben, zeigen ganz deutlich: Das waren keine einfachen Zeitungsfotos, das waren Kunstwerke – und ein Kunstprojekt verdient auch einen Katalog. Seit gestern Abend gibt es diesen. Er wurde in der Marburger Hauptgeschäftsstelle der Volksbank Mittelhessen präsentiert und den anwesenden Protagonisten geschenkt. Ab heute ist das Buch erhältlich.

von Thomas Strothjohann

Das Buch zur OP-Serie „100 Leute, 100 Leben“ können Sie ab sofort in allen Geschäftsstellen und Agenturen der Oberhessischen Presse kaufen.

  • Im Handel ist das Buch für 12,90 Euro erhältlich.
  • Abonnenten der Oberhessischen Presse zahlen den ermäßigten Preis von 9,90 Euro.
  • Zusätzlich zum Buch erscheint „100 Leute, 100 Leben“ auch als App für iPads und Android-Tablets. Sie können diese ab sofort innerhalb der OP-Mobil iPad-App wie die täglichen Ausgaben herunterladen. Die App kostet 5,99 Euro.
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