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Silvester-Ballerei wird für 23-Jährigen teuer

Aus dem Gericht Silvester-Ballerei wird für 23-Jährigen teuer

Weil er ohne Waffenschein mit einer Schreckschusspistole in der Öffentlichkeit herumballerte, musste sich ein 23-Jähriger vor Gericht verantworten.

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Einen 23-Jährigen kommen seine ausufernden Silvester-Feierlichkeiten teuer zu stehen.

Quelle: Archiv

Marburg. In der Silvesternacht war der angetrunkene Angeklagte nach einem Kneipenbesuch in Marburg auf der Gisselberger Straße unterwegs. Auf seinem Weg schoss er des Öfteren in die Luft, erschreckte damit mehrere Anwohner. Zudem führte er verschiedene Munitionsarten mit sich, darunter Knallpatronen und Raketenpfeifgeschosse. „Ich wollte nichts Böses anstellen, nur feiern“, erklärte der geständige Angeklagte zerknirscht vor Gericht.

Hätte er eine Erlaubnis für die Schreckschusswaffe gehabt und auf seinem privaten Grundstück abgefeuert, wäre ihm wohl nichts passiert. Sein Fehler war deren Einsatz in der Öffentlichkeit. Eine Erlaubnis zum Führen der Waffe hatte er nicht, dafür wäre ein sogenannter kleiner Waffenschein Vorschrift, erklärte Strafrichter Cai Adrian Boesken. „Die Sache ist eindeutig, sie dürfen damit nicht mal rumlaufen“, stellte der Richter fest.

Keine einschlägige Vorstrafen

Nicht nur, dass die Waffe täuschend echt aussieht und andere Menschen gehörig erschreckt, die Patronen können „gefährliche Verletzungen verursachen“. Erst recht in Verbindung mit Alkohol. Ebenfalls negativ fiel das Vorstrafenregister des jungen Mannes ins Gewicht: Er stand bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten, Nötigung und einer Trunkenheitsfahrt vor Gericht, zahlt derzeit an mehreren Geldstrafen ab.

Einschlägig vorbestraft ist er jedoch nicht, um die drohende Freiheitsstrafe kam er noch einmal herum. Auch sein Geständnis konnte ihm zugute gehalten werden, „ich habe Mist gebaut, dafür muss ich gerade stehen“, sagte der 23-Jährige.

Boesken verurteilte den jungen Mann wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer weiteren Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 60 Euro. „Das war ein teures Silvester, jetzt ist aber gut mit Straftaten“, mahnte der Richter zum Abschluss.

von Ina Tannert

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