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„Silberhochzeit“ der Städtepartner

„Silberhochzeit“ der Städtepartner

Seit einem Vierteljahrhundert besteht die Städtepartnerschaft zwischen Marburg und Eisenach: Diese Jubiläum wurde gestern im Marburger Rathaus gefeiert.

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Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf freut sich über das Geschenk von OB Egon Vaupel – einen Scheck, mit dem eine Sitzbank in Eisenach aufgestellt werden soll.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es herrschte eine gelöste Stimmung, als die beiden deutsch-deutschen Städtepartner gestern im Historischen Saal des Marburger Rathauses ihre „Silberhochzeit“ feierten. Es sei ein Besuch bei besonders guten Freunden, sagte die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke). „Herzlichkeit und Gastfreundschaft“ habe die Beziehungen zwischen den Bürgern Marburgs und Eisenach in den vergangenen 25 Jahren geprägt. An der Spitze einer großen Delegation aus Offiziellen und Bürgern war Wolf mit dem Bus angereist gekommen, um das Jubiläum der Partnerschaft gebührend zu begehen.

Die Eiche steht noch

Im Auftrag einiger Eisenacher fragte Wolf nach, was denn aus der Eiche geworden sei, die aus Anlass der Partnerschaft im Jahr 1988 am Friedrichsplatz gepflanzt worden ist. Wolfs Marburger Amtskollege OB Egon Vaupel (SPD) konnte ihr beruhigend versichern, dass die Eiche als Symbol der Partnerschaft noch stehe.

Komplizierter ist da schon die Angelegenheit mit dem Pflaster aus Eisenach, das angeblich in der Wettergasse in Marburg verlegt worden sei. Dieses Pflaster bestehe aus Mansfelder Schlacke und habe sich als nicht so rutschfest erwiesen, machte Vaupel deutlich. Zumindest habe die „Pflaster“-Geschichte den witzigen Eisenacher Spruch „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Pflasterstein, dann könnt‘ ich jetzt in Marburg sein“ geprägt, gab Vaupel zum Besten.

Eisenacher kommen zum Brunnenfest

Der Marburger Oberbürgermeister erinnerte in seiner Ansprache an die Vorgeschichte der Partnerschaft. Abgesehen von den jahrhundertealten Beziehungen der beiden Städte wegen der heiligen Elisabeth habe es noch in den 50er Jahren vor dem Mauerbau Besuche von Eisenacher Delegationen beim Brunnenfest in Marburg gegeben.

Daran sei dann auch von Marburger Seite angeknüpft worden - so besonders von den SPD-Politikern Ubbo Mozer, Dr. Christa Czempiel und dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Hanno Drechsler. Katja Wolf betonte, dass die Partnerschaft beider Städte aus Eisenacher Sicht auf jeden Fall eine richtige Wahl gewesen sei. Sie sei durch den Mauerfall zu einem Glücksfall geworden. Direkt nach dem November 1989 sei von Marburger Seite eine große Unterstützung beim Aufbau der Eisenacher Stadtverwaltung gegeben. Zudem habe die Stadt Geld für die Stadtsanierung und neue Busse nach Eisenach gegeben.

von Manfred Hitzeroth

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