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"Sie sind die Speerspitze der Gefahrenabwehr"

Werksfeuerwehr am Uniklinikum "Sie sind die Speerspitze der Gefahrenabwehr"

In einer Feierstunde ist Reinhold Bonacker als Leiter der neuen Werksfeuerwehr am Universitätsklinikum Marburg in sein Amt eingeführt worden.

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Zum Dienstbeginn erhielt Reinhold Bonacker (Mitte) einen neuen Dienstwagen mit Blaulicht, den er in Anwesenheit der Werksfeuerwehrleute und der Gratulanten in Empfang nahm. Foto: Heiko Krause

Marburg. „Wir freuen uns alle wahnsinnig, dass Sie hier sind“, sagte der Kaufmännische Geschäftsführer, Dr. Gunther K. Weiß zur Begrüßung Bonackers. Genauso freue er sich aber auch über alle Kollegen, die sich in der Wehr freiwillig engagierten, denn ohne sein Team sei ein Leiter nichts.

Und dass sich so viele gemeldet hätten und die Ausbildung auch erfolgreich gewesen sei, das sei ein großer Verdienst von Projektmanager Karsten Stingl, der selbst in die Wehr eingetreten sei, so Weiß.

Dr. Clemens Kill, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfallmedizin, hob hervor, dass Bonacker, der Stadtbrandinspektor in Kirchhain ist, sich durch mehrere Faktoren besonders für die Leiterstelle eignet. Zum einen kenne er sich als Ingenieur bestens mit den baulichen Umständen aus, zum anderen verfüge er auch über eine langjährige Erfahrung als Wehrführer.

Bonacker lobte die große Motivation der Freiwilligen. „Sie sind die Speerspitze der Gefahrenabwehr hier im Haus.“ Wenn alle rausrennen würden, weil Gefahr im Verzug sei, dann müsse die Werksfeuerwehr ihren Mann stehen.

Mittlerweile hätten 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Ausbildung als Feuerwehrleute absolviert und mit 25 sei fast die Hälfte auch Atemschutzgeräteträger, so Kill. Erfreulich sei mit 15 der große Frauenanteil von 28 Prozent. Kill dankte auch der Marburger Feuerwehr für die „Starthilfe“.

Es sei wichtig, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein, so Weiß, und die Klinikumsmitarbeiter eigneten sich im Besonderen, ginge es doch darum Patienten zu retten, und wer könnte das besser als die Menschen, die fachlich Tag für Tag mit diesen zu tun hätten.

Zu den Gratulanten gehörten auch die Leiterin der Marburger Feuerwehr Carmen Werner und ihr Stellvertreter Andreas Brauer, der die Ausbildung koordiniert hatte.

Werner erinnerte daran, dass bisher immer die öffentliche Feuerwehr bei Alarmierungen einspringen musste. Wie die OP mehrfach berichtete, war die Werksfeuerwehr deshalb eine lange gestellte Forderung, zumal der hohe Anteil an Fehlalarmen die Marburger Wehr band und die Hilfsfrist nur schwer einzuhalten ist.

Klar sei aber natürlich auch, dass die öffentliche Feuerwehr nach wie vor in der Pflicht stehe. Zuletzt sagte Werner der neuen Feuerwehr auf den Lahnbergen auch weiterhin jedwede mögliche Unterstützung zu. „Ich hoffe auf eine sehr gute Zusammenarbeit“, ergänzte Brauer.

von Heiko Krause

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