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„Sie können die Zukunft verändern“

iGEM-Treffen „Sie können die Zukunft verändern“

Das Marburger Team wird in Boston sein Projekt „Lebensmittel und Ernährung“ vorstellen.

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Die Teams hörten sich die Präsentationen an.

Quelle: Michael Hahn

Marburg. In der alten Universität am Lahntor fand ein Treffen der acht deutschen Teams des iGEM statt. Die Abkürzung steht für „international Genetically Engineered Machine Competition“ und ist ein jährlicher studentischer Wettbewerb im Fachgebiet der Synthetischen Biologie. In interdisziplinären Teams forschen Studentinnen und Studenten mit dem Ziel, biologische Systeme aufzubauen, die so in der Natur nicht vorkommen. Synthetische Biologie könne als Ingenieurswissenschaft der Biologie verstanden werden, erklärte Anne Löchner, Doktorandin und Betreuerin des Marburger Teams.

Im Herbst treffen sich weltweit alle Teams in Boston, präsentieren ihre Projekte und hoffen auf Auszeichnungen. Dieses Jahr wären 420 Teams in der amerikanischen Stadt, führte Nicolas Koutsoubelis, ebenfalls Doktorand und Betreuer des Marburger Teams, aus. Ungefähr 3000 bis 4000 Studenten träfen so aufeinander, freute er sich.

Auch die acht deutschen Teams werden in Boston sein, sofern alle einen Sponsor für die Reise finden. In der alten Universität präsentierten sie ihre Projekte. So forscht beispielsweise das Team der Universität Marburg, das aus zehn Studierenden und elf Betreuern besteht, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel und Ernährung“. Das Forschungsfeld reicht dabei von der Produktion von Nährstoffen und ihrem Transport, bis hin zu ihrer effizienten Verwertung im Körper.

Das Team der Universität Bielefeld hingegen forscht an einem Biosensor zur Wasser­analyse, der leicht zugänglich, einfach zu bedienen und somit ein wichtiger Beitrag zur Grundversorgung der Menschen mit Wasser sein soll. Erst kürzlich sei ein wichtiger Durchbruch in der Entwicklung gelungen, freuten sich die Studierenden aus Ostwestfalen.

Den Teams war es auf der Veranstaltung außerdem möglich, sich gegenseitig zu helfen und mit dem eigenen Fachwissen andere Projekte bei Problemen zu unterstützen. Zu diesem Zweck hat das Team der Technischen Universität Darmstadt auch ein Lab-Surfing-Projekt für iGEM-Teams initiiert, das Austausch und Hilfe zwischen den Forschern weltweit ermöglichen soll.

Professor Bruno Eckardt, geschäftsführender Direktor des Loewe-Zentrums für Synthetische Mikrobiologie der Philipps-Universität Marburg, freute sich in seiner Eröffnungsrede darüber, dass sich so viele junge Menschen an dem Projekt beteiligen würden. „Sie können die Zukunft verändern“, gab Professor Eckardt ihnen mit auf den Weg.

von Michael Hahn

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