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Sex-Übergriffe stehen nicht in Verbindung

Kriminalität Sex-Übergriffe stehen nicht in Verbindung

Die Vergewaltigung einer Frau nahe Bonn ist offenbar nicht vom selben Täter verübt worden wie der sexuelle Übergriff auf eine Studentin nahe des Hauptbahnhofs Marburg im September 2016.

Marburg. Eine Verbindung zwischen der Bonner Camping-Vergewaltigung am Wochenende und dem massiven sexuellen Übergriff am Jägertunnel nahe des Hauptbahnhofs gebe es nicht, teilt die Staatsanwaltschaft Marburg auf OP-Anfrage mit. Entsprechende Indizien, fußend auf der Personenbeschreibung des in der Universitätsstadt Gesuchten und dem veröffentlichten Phantombild des mutmaßlichen Bonner Täters, „drängen sich im Hinblick auf einen Tatzusammenhang nicht auf“, sagt Staatsanwalt Nicolai Wolf, Sprecher der Strafverfolgungsbehörde.

Sowohl vom Bonner als auch dem Marburger Verdächtigen gibt es DNA-Spuren.

Hintergrund: Eine damals 19-jährige Studentin wurde zwischen Alter und Neuer Kasseler Straße von einem weiterhin flüchtingen Mann sexuell missbraucht und ausgeraubt. Die Ermittlungen der Polizei führten zur Flüchtlings-Erstaufnahme in Neustadt. Dort stellten Polizisten bei einem 38-jährigen Asylbewerber das bei der Tat Hauptbahnhofs geraubte Handy des Opfers sicher. Dieser Mann ist aber nicht der Jägertunnel-Angreifer, vielmehr konnte er nachweisen, das Handy von einem 26-jährigen Mitbewohner - dem hauptverdächtigen Asylbewerber - gekauft zu haben.

von Björn Wisker

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