Über Koch Stefan Marquard (rechts) freuten sich Rolf Meinhardt und seine Ehefrau Margrit Meinhardt (daneben), die Initiatoren des Vereins „Seiltänzer“.
Marburg. RTL-Fernsehkoch Stefan Marquardt und Köche des Uni-Klinikums waren am Dienstag für die Zubereitung der Speisen zuständig. Dabei ging es vor allem darum, anschaulich vorzuführen, welche Speisen an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche noch essen können. Lecker und dennoch gesund kochen: Diese Herausforderung zu bestehen ist nicht immer leicht.
Margit Schade, Betriebsleiterin Speisenversorgung und Diätküchenleiterin des Marburger Uni-Klinikums, erklärte der OP, worauf es bei der Zubereitung der Speisen vorwiegend ankommt. „Die krebskranken Kinder dürfen nichts Rohes essen und auch keine frischen Kräuter. Als einziges Gewürz kann Salz verwendet werden“, erläuterte Schade. Besonders typisch bei den Patienten sei, dass diese über einen veränderten Geschmackssinn verfügten. Häufig schmecke für sie alles metallisch. Sie zählte noch drei weitere Faustregeln für die Zubereitung des Essens auf: Es dürfe nicht zu scharf, nicht zu süß und nicht zu trocken sein.
„Die Diagnose Krebs bedeutet einen tiefen Einschnitt im Leben von Kindern und ihren Familien. Nach der Diagnose ist nichts mehr so wie vorher“, sagte Professor Rolf-Felix Maier, Leiter der Marburger Uni-Kinderklinik. Er betonte, dass die psychosoziale Betreuung der Familien von krebskranken Kindern ausbaufähig sei. Maier freute sich, dass es zusätzlich zum bisher schon existierenden Elternverein zur Hilfe für leukämie- und krebskranke Kinder nun einen weiteren Verein in Marburg gebe, der sich ein ähnliches Ziel gesetzt habe.
Der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins ist Walter Ludwig. Weitere Informationen finden sie auf www.seiltaenzer-ev.de
von Manfred Hitzeroth
Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.
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Kommentare
Seiltänzer Leserin – 03.09.10
Hut ab vor Eltern, die so was durchgemacht haben, ein Kind verloren haben und sich dann noch so stark engagieren. Ich weiß nicht, ob ich diese Kraft aufbringen könnte und kann diese Leute nur bewundern.