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Schwimmen bei 20 Grad ist vielen zu kalt

Freibadsaison im Aquamar Schwimmen bei 20 Grad ist vielen zu kalt

Im Freien schwimmen - dafür ist es vielen Badegästen derzeit zu kalt. Das Hallenbad im Aquamarallerdings sei jeden Tag gut besucht, sagt Frank Nassauer, Leiter der Bäderverwaltung.

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Jenny (links) und Wiebke zogen am Donnerstag einsam ihre Bahnen im Außenbecken des Aquamar.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wirklich zufrieden ist Frank Nassauer bisher nicht mit der Freibadsaison. Wie andernorts auch bleibe man auf dem schlechten Wetter sitzen, berichtet er. „Bei uns hält es sich in Grenzen“, erklärt Nassauer und verweist auf das Kombi-Ticket. Das erweist sich in den vergangenen Tagen als wahrer Vorteil, denn im Aquamar bleibt auch in den Sommermonaten das Hallenbad geöffnet. Besucher können mit dem Kombi-Ticket die Becken sowohl im Hallen- als auch im Freibad nutzen.

So macht es auch Erwin Damaschke. Der 70-Jährige geht mit ein paar Bekannten jeden Donnerstag ins Aquamar und macht dort beim Wassergymnastikkurs mit. „Wenn es mir kalt wird, dann geh ich wieder rein und ich mache eine Pause. Dann schwimme ich später wieder weiter“, erzählt Damaschke.

Foto: Nadine Weigel

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Nach einer Viertelstunde verlässt er das Freibadbecken wieder. Die Lufttemperatur beträgt etwa 13 Grad, das Wasser im Becken ist trotz Solarbeheizung nur 20 Grad warm. Selbst geübten Schwimmern wird es da kalt.

„Das ist Gewöhnungssache“, winkt Maria Theresia Alves Hengstel ab. Die Schülerin geht jede Woche mindestens einmal im Freibad schwimmen und genießt dabei das klare und kühle Wasser. Nur wenn es regnet oder zu bewölkt ist, gehe sie nicht, erzählt sie.

Doch das unstete Wetter hält viele Gäste zurück. Im Vergleich zum Vorjahr haben etwa 25 Prozent weniger Badegäste das Freibad besucht. Bis gestern Morgen kamen dieses Jahr 29000 Besucher ins Freibad, im Jahr zuvor waren es bis zum gleichen Datum 42000 Besucher. „Das Defizit wird durch das Hallenbad aufgefangen“, erklärt Nassauer und berichtet dass das Hallenbad jeden Tag stark frequentiert sei. Das besucherstärkste Wochenende war das verlängerte Pfingstwochenende, an dem 6500 Badegäste gezählt wurden.

Das Wochenende vom 17. bis 19. Juli sei mit 5200 Besuchern das zweitstärkste gewesen. „Sonst ist es überschaubar“, berichtet Nassauer.

Es gibt aber auch Schwimmer die das leere Becken momentan sehr schätzen. „Es ist morgens so schön leer“, freut sich Laura, die sich lieber ein großes Becken mit 50 Meter Bahnen wünscht. „Bei gutem Wetter ist das Becken schnell voll“, berichtet die 28-Jährige. Das bestätigt auch Frank Nassauer. Bei gutem Wetter gebe es bereits vor dem Einlass um 8 Uhr eine Warteschlange. Bei nicht so gutem Wetter wie jetzt kämen aber dennoch vier bis fünf Stammgäste zum Frühschwimmen. „Die kommen bis 20 Grad, bei 19 Grad schwimmen die auch noch“, berichtet Nassauer.

von Mareike Bader

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