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Schwimm-Steg ist neue Lahn-Attraktion

Attraktion Schwimm-Steg ist neue Lahn-Attraktion

Aufatmen bei den Einsatzkräften der DLRG: Nach 50 Jahren hat der marode Betonsteg am Trojedamm ausgedient. Ein neuer ist nun in Betrieb und dient Spaziergängern und Kanufahrern als Rastplatz .

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In einem Boot: DLRG-Mann Marc Zeppel (links), der Ortsgruppen-Vorsitzende Knut Bamberger, Bürgermeister Franz Kahle sowie DLRG-Helfer Thomas Weber und Dirk Bamberger. Foto: Wisker

Marburg. Die Falltür ist das Besondere. Knut Bamberger, Vorsitzender der Marburger DLRG zieht an einem Hebel und das Rettungsboot gleitet von der steilen Rampe in die Lahn. Binnen Sekunden sind er und die 70 Ehrenamtlichen der Ortsgruppe startklar. „Die alte Vorrichtung aus Beton stammt aus den 1960er-Jahren, sie war nicht mehr tauglich“, sagt Bamberger.

In den vergangenen Jahren haben die Boote unter der schroffen Oberfläche und den scharfen Kanten gelitten, viel Material wurde beschädigt als ins Wasser gewuchtet werden musste. Mit dem Verschleiß soll nun Schluss sein: Über ein acht Meter langes Gefälle von 20 Prozent erreichen die Retter den 15 Meter langen und 2,50 Meter breiten Steg. Dieser ist mit flexiblen Stahlseilen am Ufer festgemacht, so dass der Steg auch bei Hochwasser stabil bleibt.

Die DLRG soll aber nicht der einzige Profiteur des Stegs sein. Vor allem Spaziergänger und Kanufahrer können künftig auf der 50 000 Euro teuren Spezialanfertigung Rast machen. „Es gibt immer mehr Leute, die Kanuausflüge machen oder paddeln, so dass der Steg ein beliebter Pausenpunkt werden könnte“, sagt Bamberger. Das hofft auch Bürgermeister Franz Kahle (Grüne). Spaziergänger, die entlang der Lahn laufen, stehe es offen, auf den Steg zu gehen, sich zu sonnen „und die Füße ins Wasser zu halten. So, wie ich es gerne schon an den Mensaterrassen gehabt hätte“, sagte er. Die DLRG wird pro Jahr zu zehn Einsätzen gerufen. Die Rettung von Gekenterten auf der Lahn fällt ebenso in ihre Zuständigkeit wie Taucheinsätze „um etwa Tresore aus dem Fluss zu fischen“, sagt Dirk Bamberger.

von Björn Wisker

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