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Schwerkranke statt Schwerverbrecher

St.-Elisabeth-Hospiz Schwerkranke statt Schwerverbrecher

Die Jugendstil-Villa auf dem Psychiatrie-Gelände muss noch aufwändig saniert werden, dann kann dort das St.-Elisabeth-Hospiz einziehen.

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Kassenwart Thomas Meyer-Bairam (links) und Vorsitzender Dr. Hans Albrecht Oehler vom St. Elisabeth-Hospiz Marburg vor dem künftigen Hospizgebäude auf dem Gelände der Vitos-Klinik in Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Dort wo einst alkohol- und drogenabhängige Straftäter therapiert wurden, sollen ab nächstem Jahr sterbenskranke Menschen würdevoll leben können. Das St.-Elisabeth-Hospiz will das große Haus für ehemalige Schwerverbrecher im Psychiatriezentrum der Klinik Vitos in der Cappeler Straße kaufen. Die Vitos-Klinik befürwortet den Verkauf des Gebäudes an den Hospiz-Verein, es gebe aber noch keinen Beschluss, erklärte Andrea Weiland, Pressesprecherin von Vitos auf Anfrage.

In einem Hospiz verbringen schwerstkranke Menschen ihre letzte Lebensphase. Sie werden dabei nicht nur von ausgebildetem Pflegepersonal betreut, sondern auch von ehrenamtlichen – geschulten – Mitgliedern des Vereins begleitet. Der neue Standort sei für das Hospiz-Konzept ideal, sagt Vorstandsmitglied Thomas Meyer-Bairam.

Hier können Angehörige und Patienten im Park der Klinik spazieren gehen, aber auch die Geschäfte und Cafés in der Umgebung besuchen. „Eine gute Atmosphäre ist wichtig“, sagt Meier-Beiram. Dazu gehören auch Gemeinschaftsräume, ein Raum der Stille und Patientenzimmer mit Balkon, sodass man die Betten rausfahren kann. Der Umzug ist jedoch eine finanzielle und organisatorische Herausforderung für den Verein. Schließlich soll das Hospiz von bisher sechs auf neun Plätze erweitert werden. Da nur ein Stockwerk von dreien für die Patienten benötigt wird, sollen eventuell Räume vermietet werden. „Uns fehlen noch 750.000 Euro“, sagt Kassenwart Meyer-Bairam. Der Verein hofft daher auf Zuschüsse und Spenden.

von Anna Ntemiris

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