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Schwere Vorwürfe gegen Marburger Klinik-Ärzte

Uniklinikum Marburg Schwere Vorwürfe gegen Marburger Klinik-Ärzte

In Briefen an Presse und Staatsanwalt behaupten Klinik-Insider, in Marburg würden Ärzte würden gesetzwidrig zu Operationen eingeteilt. So werde das Leben und die ­Gesundheit von Patienten gefährdet.

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Herr und Frau R., die Eltern der schwer kranken Emma, vor dem Mutter-Kind-Zentrum (Klinderklinik) am Uniklinikum Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Marburger Uni-Klinikum genießt einen soliden Ruf, was die medizinische Versorgung der Patienten angeht. Der könnte jetzt einen ernsthaften Kratzer bekommen. Die Marburger Staatsanwaltschaft bereitet Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einige Ärzte vor.

Mediziner-Kollegen werfen Prof. Rainer Moosdorf, Chefarzt der Herzchirurgie vor, einen Kollegen, der nicht über die formale Qualifikation verfüge, ohne fachärztliche Aufsicht operieren zu lassen. Inzwischen ziehen in dieser Angelegenheit auch Helena und Ewgeni R., die Eltern der kleinen Emma vor Gericht. Bei einer Operation des frühgeborenen Kindes wurden offensichtlich zwei Gefäße miteinander vertauscht.

Prof. Moosdorf hat das Mädchen laut Protokoll nicht selbst operiert, sondern einen Kollegen eingeteilt. Nach Auskunft der Landesärztekammer an Dr. Hans-Berndt Ziegler, den Anwalt von Emmas Eltern ist dieser Mediziner nicht als Facharzt eingetragen. Von weiteren ähnlichen Fällen berichtet ein Schreiben, das Mediziner des Klinikums unter anderem der Oberhessischen Presse zugeleitet haben.

Die kleine Emma liegt auf der Kinderintensivstation des Klinikums, wird mit Sauerstoff versorgt, ist zur Überwachung mit Schläuchen an Maschinen angeschlossen.
Noch ist nicht abzuschätzen, welche Schäden das winzige Menschenkind davon getragen hat.

von Axel Ehrlich

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

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Uniklinikum Marburg

Der Mediziner, der am Marburger Universitätsklinikum angeblich unberechtigt operiert haben und dabei Patienten geschädigt haben soll, hat Rückendeckung von der Landesärztekammer erhalten.

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