Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Schulleiter singen zu Ehren von Kollegin

Verabschiedung Schulleiter singen zu Ehren von Kollegin

Mit einer kleinen Show und jeder Menge lobender Worte wurde die scheidende Schulleiterin der Brüder-Grimm-Schule am Donnerstag feierlich verabschiedet.

Voriger Artikel
Stadt lädt Helfer zu
 Infoveranstaltung ein
Nächster Artikel
Sanierung soll Anfang 2016 starten

Zahlreiche Schulleiter-Kollegen verabschiedeten sich von Petra Schulte-Döhner (vorne, sitzend), der scheidenden Leiterin der Brüder-Grimm-Schule mit einer humorvollen Sketch-Show.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Mehr als 100 Vertreter aus Kollegium, Elternschaft, Schulträger und Kooperationspartner verabschiedeten sich bei einer Feier von Petra Schulte-Döhner, der scheidenden Chefin der Brüder-Grimm-Schule (BGS).

Dass diese „eine ganz besondere Schule“ ist, „das haben wir unserer beliebten Schulleiterin zu verdanken“, lobte Schulte-Döhners Stellvertreterin Christa Thoene. Die scheidende Schulleiterin habe sich stets mit viel Herzblut für Kollegen, Kinder und eine positive Entwicklung der Schule eingesetzt.

Schon ihr beruflicher Werdegang war geprägt von Flexibilität, Zielstrebigkeit und Mobilität, erinnerte auch Jutta Wagner vom Staatlichen Schulamt. Petra Schulte-Döhner kam viel herum in ihrem Leben.

Geboren in Clausthal-Zellerfeld zog sie bereits vor ihrem Studium der Grundschulpädagogik in Münster mehrfach um. Ihr Ziel, mit Kindern zu arbeiten verlor sie dabei nie aus den Augen.

Im Jahr 1974 legte sie die erste Staatsprüfung in Deutsch, Biologie und Geographie ab, arbeitete später in Nordrhein-Westfalen und schließlich in Hessen. An der Grundschule 2 in Stadtallendorf war sie 19 Jahre lang tätig, unter anderem als Personalrätin, entschied sich 1997 für die Übernahme der Schulleitung an der BGS.

Geprägt von unterschiedlichen Führungsstilen der verschiedenen Institutionen, zwischen streng, korrekt, lieb und verständnisvoll oder souverän-pragmatisch, entwickelte sie ihre eigene Art, die Schule 18 Jahre lang erfolgreich zu führen, bereicherte nicht nur die Institution, sondern vor allem die Menschen, betonte Wagner. Stets mit Freude sei die „wohltuende, humorvolle und freundliche Wesensart“ der Kollegin aufgefallen.

„Schneewittchen verlässtnun die Zwerge“

Eines zeichne sie besonders aus: trotz der neuen Verpflichtung und zusätzlichen Arbeit, gab sie es nie auf eine eigene Klasse zu betreuen, wollte selbst als Schulleiterin immer auch Lehrerin sein.

Geprägt wurde ihre Amtszeit ebenfalls von einer innigen kollegialen Atmosphäre und engen Zusammenarbeit mit den außerschulischen Partnern samt zahlreichen gemeinsamen Aktionen und Projekten.

Humorvoll erinnerten die Gäste an die offizielle Einführung der neuen Schulleiterin vor rund 18 Jahren. Damals führte das Kollegium ihr zu Ehren ein kleines Theaterstück mit Handpuppen auf.

Der gezielt gewählte Titel „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ stand schon damals als Metapher für die neue Leiterin und sieben Lehrkräfte. „Schneewittchen verlässt nun die Zwerge - doch ihr Geist wird in der Schule verbleiben“, lobte auch Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) und hob den „stets engagierten und gut organisierten“ Führungsstil der Leitung hervor.

Sketch und Sprachtest zum Abschied

Zu Ehren der scheidenden Schulleiterin führte der Förderverein der BGS einen jodelnden Sketch auf. Weder der Ehrengast noch das Publikum kam um ein gemeinsames „Holleri Du Dödl Di Diri Diri Dudl Dö“ herum. Auch zahlreiche Schulleiter-Kollegen verabschiedeten sich mit einem humorvollen Sprachtest, den die erfahrene Lehrkraft mit Bravour bestand.

Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag von den Grundschülern, die mit Trommeln und Gesang die Gäste unterhielten. „Ich bin überwältigt, dankbar und sprachlos“, zeigte sich Schulte-Döhner zutiefst gerührt von der liebevoll gestalteten Feier. Ihrer Nachfolgerin Marion Chab wünschte sie einen guten Start in einer „tollen, offenen Schule“. Während ihrer Zeit als Leiterin habe es immer wieder schöne Momente gegeben, doch auch Phasen, wo sie am liebsten „alle Brocken hingeworfen hätte“.

Insbesondere wenn wieder einmal „unmögliche Anforderungen von ganz oben“ auf die Schule niedergingen, die Basis dabei nicht gehört wurde, kritisierte Schulte-Döhner.

Ihr Appell an die Kollegen lautete daher: „Keiner soll sich entmutigen lassen oder das Handtuch werfen - wenn es nötig ist muss man auch mal aufstehen und kämpfen.“ „Ich war und bin froh, hier an dieser Schule sein zu dürfen“, betonte die scheidende Schulleiterin ergriffen.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr