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Schulen und Vereine sollen verzahnt werden

Bildungsoffensive „MaBison“ Schulen und Vereine sollen verzahnt werden

Im Bürgerhaus Cappel stellten Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Peter Schmittdiel vom Jugendamt die Bildungsinitiative „MaBison“ vor.

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Vertreter von Vereinen und Institutionen diskutieren in interdisziplinären Gruppen.

Quelle: Michael Hahn

Cappel. Das Projekt will allen Kindern und Jugendlichen in Marburg gleichermaßen den Zugang zu sportlichen, kulturellen und naturbezogenen Bildungsangeboten, Erlebnissen und Erfahrungen ermöglichen. Dabei möchte die Stadt Marburg gerade auch Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Strukturen den Weg zu den Angeboten ebnen.

Das Projekt sei ein großer persönlicher Herzenswunsch, betonte Vaupel, und er freute sich besonders, dass mehr als 70 Vertreter verschiedener Institutionen und Vereine der Einladung gefolgt seien, um in Arbeitsgruppen zu diskutieren und gemeinsam das Projekt zu realisieren. Der Oberbürgermeister verspreche sich von der Bildungsoffensive, dass Kinder sich besser entwickeln, dass ihre Neugier geweckt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werde.

Es müsse eine Struktur geschaffen werden, die das Projekt nachhaltig in die Universitätsstadt Marburg einbringe, dabei sollen die „Konflikte zwischen Schule und Verein“ überwunden und beide Bereiche miteinander verzahnt werden, außerdem solle die notwendige finanzielle Grundlage zur Verfügung gestellt werden. Vaupel wünschte sich, dass in Zukunft durch das Projekt „die Geburt nicht mehr bestimmt, wie der Bildungsabschluss eines Kindes aussieht“.

Schmittdiel möchte alle Interessierten mit einbeziehen, man müsse gemeinsam ins Gespräch kommen und das Projekt prozesshaft immer weiter entwickeln. Er betonte die Wichtigkeit der Koordination von Informationen über bereits vorhandene Angebote. Bestehende Förderstrukturen müssten geprüft und genutzt werden.

Alle Institutionen müssen auf Augenhöhe arbeiten

Auch sollen die Kinder und Jugendlichen beteiligt und in die (Vereins-)Strukturen mit eingebunden werden. Schmittdiel sprach sich dafür aus, bereits in Kindergärten und Grundschulen an die Kinder heranzutreten und sie so möglichst früh für die Angebote zu begeistern. Wichtig sei dabei die Kooperation zwischen Vereinen und Institutionen mit Betreuungseinrichtungen und Schulen.

Im Anschluss an die Vorstellung durch Schmittdiel und Vaupel diskutierten die Vertreter der Vereine und Institutionen in interdisziplinären Gruppen über inhaltliche Ergänzungen, personelle Ressourcen, finanzielle Umsetzung und mögliche Hemmnisse oder Stolpersteine von „MaBison“.

Das Verfassen eines Leitfadens oder Wegweisers als Richtlinie für alle Beteiligten sei erstrebenswert, außerdem müssten alles Institutionen und Vereine auf Augenhöhe arbeiten. Bei Sportprojekten wäre eine Zusammenarbeit mit Studenten der Universität denkbar und sinnvoll. Zusätzlich müsste es Theater- und Musikprojekte geben. „MaBison“ solle darüber hinaus dem Abbau von Sprachbarrieren dienen und ganz gezielt Flüchtlingskinder mit einbeziehen.

von Michael Hahn

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