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Schüren: Preiserhöhung ist unnötig

Strom Schüren: Preiserhöhung ist unnötig

Die Entscheidung der Bundesregierung, die sieben ältesten Atomkraftwerke Deutschlands vorübergehend vom Netz zu nehmen, wirft nun die Frage auf, ob die Preise für Strom deshalb steigen.

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Das Umspannwerk in Marburg. Hier wird durch Transformatoren die Netzspannung geändert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Drei Monate wird die von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke ausgesetzt, die ältesten Meiler werden vom Netz genommen. Viele Verbraucher fragen sich nun zu Recht: „Wird dadurch auch der Strompreis noch einmal ansteigen?“ Die OP ließ sich diese Frage von Norbert Schüren, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, ausführlich beantworten.

„Die Stadtwerke halten, was sie versprechen: Wir werden unsere Preisgarantie für dieses Jahr auf jeden Fall umsetzen und die Preise bis zum 31. Dezember stabil halten“, sagte Schüren am Mittwoch. Skeptisch äußerte er sich über die Zeit nach dem Jahreswechsel: „Es wäre aus heutiger Sicht nicht nötig, die Preise weiter zu erhöhen, dennoch weiß man nicht, was bis dahin passiert.“

„Wir haben in Deutschland einen Stromüberschuss“, verdeutlichte er seinen Standpunkt. Von jährlich gut 600 Milliarden Kilowattstunden produziertem Strom würden etwa 55 Milliarden Kilowattstunden, also fast zehn Prozent, ins Ausland verkauft. „Die Menge der sieben vom Netz genommenen Atommeiler dürfte geringer als diese zehn Prozent ausfallen, sodass Deutschland nach wie vor ausreichend Strom zur Verfügung hat“, so der Stadtwerke-Chef.

von Katharina Kaufmann

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