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Schülerzahl steigt bis 2022 wieder an

Schulentwicklungsplan Schülerzahl steigt bis 2022 wieder an

Dem Schulentwicklungsplan für die weiterführenden Marburger Schulen sind die Prognosen für die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2022/3 zu entnehmen.

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An der Elisabethschule steht eine umfangreiche Sanierung des Schulgebäudes an. Diese wird voraussichtlich rund vier Millionen Euro kosten. Auch an anderen weiterführenden Marburger Schulen soll es Sanierungen geben.Foto: Tobias Hirsch

Marburg. Nach dem Entwicklungsplan für die Marburger Grundschulen stellten die städtische Schulamtsleiterin Birgit Kohl-Hofmann und Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach nun auch den Entwicklungsplan für die weiterführenden Schulen im Schul- und Kulturausschuss des Stadtparlaments vor. Weinbach machte den Ausschuss-Mitgliedern deutlich, dass die wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft bereits vor der Fertigstellung des Plans getroffen worden seien.

So werden die Marburger Gymnasien von „G8“ wieder auf „G9“ zurückkehren, so dass wieder das 13. Schuljahr eingeführt wird. Zudem werden die Theodor-Heuss-Schule und die Friedrich-Ebert-Schule zu einer gemeinsamen Mittelstufenschule vereinigt, was das Stadtparlament bereits im März 2012 beschlossen hatte (die OP berichtete).

Ein interessanter Teil des Schulentwicklungsplans ist die Statistik der Schülerzahlen, die insgesamt rückläufig ist. So wurden in allen Marburger Schulen - die Grundschulen, beruflichen Schulen, Förderschulen und das Abendgymnasium miteinschließend - noch im Schuljahr 1980/1981 knapp 15000 Schüler unterrichtet.

Schülerzahlen beeinflussen Ausgaben der Stadt

Danach gab es einen Rückgang auf rund 11500 Schüler zu Beginn der 90 er Jahre und einen Wiederanstieg bis auf 13400 Schüler im Schuljahr 2004/2005, worauf wiedet ein Rückgang folgte. Derzeit besuchen 12383 Schüler die Schulen in der Trägerschaft der Stadt Marburg.

In der Statistik für die weiterbildenden Schulen spiegelt sich die Einführung von „G8“ wieder, die ab 2011 zu einem allmählichen Rückgang der Schülerzahlen führte, der nach Darstellung von Schulamtsleiterin Kohl-Hofmann laut der Prognose bis 2017 anhalten wird. Im Schuljahr 2022/2023 werden der aktuellen Prognose aufgrund der Wiedereinführung von „G9“ wieder höhere Schülerzahlen erreicht. Die Vorhersage für dien Höhe der Schülerzahlen ist auch wichtig dafür, in welche Schulbau-Vorhaben die Stadt Marburg investieren wird.

Die Liste der Sanierungs- oder Bauvorhaben, die ab diesem Jahr und für die folgenden Jahre bisher geplant sind, werde ständig erweitert, betonte Schuldezernentin Weinbach. Jedoch könnten nicht alle notwendigen Sanierungsvorhaben sofort ausgeführt werden. So sind beispielsweise für die Sanierung des Schulgebäudes in der Elisabethschule noch ohne die notwendigen Brandschutzmaßnahmen vier Millionen Euro als Finanzierung vorhergesehen. Ab dem Jahr 2015 könnte an der Elisabethschule für sechs Millionen Euro ein Sport- und Bewegungszentrum entstehen, das auch die umliegenden Schulen nutzen könnten. Auch an allen anderen weiterbildenden Schulen sind Sanierungen der Fassade oder der Innenräume geplant.

Die Planungen für die neue Marburger Mittelstufenschule, in der die Theodor-Heuss-Schule und die Friedrich-Ebert-Schule fusionieren, schreiten voran. Kohl-Hofmann erinnerte daran, dass die Schüler der Klassenstufen 9 und 10 künftig nur noch an der Friedrich-Ebert-Schule unterrichtet würden. Die Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 sollen an der Theodor-Heuss-Schule in den Unterricht gehen. Es gebe bereits eine gemeinsame Schulleitung. Noch keine Erfolgsmeldung gibt es in Sachen Kooperationsklassen. Bisher wurde an den Marburger Schulen noch keine dieser Klassen eingerichtet. Es sollen aber in Zukunft mindestens zwei dieser Klassen eingerichtet werden, in denen Schüler einer Förderschule an allgemeinen Schulen unterrichtet werden, betonte Schuldezernentin Weinbach. Wie genau dieses funktionieren werde, sei aber noch nicht abschließend geklärt.

von Manfred Hitzeroth

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