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Schüler wählen ihr neues Parlament

Kinder- und Jugendparlament Schüler wählen ihr neues Parlament

Die bisherigen Angehörigen des Marburger Kinder- und Jugendparlaments tagten am Donnerstag zum letzten Mal. Mitte des Monats wird neu gewählt, 313 Schülerinnen und Schüler kandidieren.

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Die bisherigen Vorstandsmitglieder des Kinder- und Jugendparlaments – hier mit Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Fünfter von links) und Jugendbildungsreferentin Friederike Könitz (rechts) – hoffen auf einen Erfolg der bevorstehenden Wahl.

Quelle: Stefan Weisbrod

Marburg. Seit bereits sieben je zweijährigen Legislaturperioden existiert das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) in Marburg – „sieben erfolgreichen Legislaturperioden“, wie Bürgermeister Dr. Franz Kahle vor der letzten Sitzung der bisherigen Parlamentarier am Donnerstagnachmittag betonte. „Es hat sich bewährt“, meinte er und berichtete, dass regelmäßig Anträge der Kinder und Jugendlichen in der Stadtverordnetenversammlung behandelt würden.

Die Vorsitzende Carolin Sack und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter berichteten unter anderem davon, dass aufgrund der Intervention des KiJuPas im Interesse von Schülerinnen und Schülern Busfahrpläne verändert wurden. Eine geforderte Beleuchtung des Schülerparks in Marburg existiere zwar noch nicht, solle es jedoch bald geben.

Stolz berichtete Sack außerdem von einem Kindergipfel, den die KiJuPa-Mitglieder im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Naturfreundejugend Deutschland in Marburg ausgerichtet hatten. Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land beteiligten sich damals daran. Auch eine durch das Parlament initiierte Rucksackaktion für Kinder in Rumänien sei ein Erfolg gewesen, sagte die 16-jährige Schülerin der Martin-Luther-Schule, ebenso wie ein Stand am Weihnachtsmarkt zugunsten von Kindern in ärmeren Ländern.

Alle Vorstandsmitglieder bekräftigten, dass sich die Arbeit aus ihrer Sicht gelohnt hat und sie etwas erreicht hätten. Viele von ihnen werden erneut für das KiJuPa kandidieren, nur wenige scheiden aufgrund der Altersgrenze aus. Denn gewählt werden kann nur, wer mindestens sechs und nicht älter als 17 Jahre alt ist, außerdem eine Marburger Schule besucht und in der Kernstadt oder einem Stadtteil seinen Lebensmittelpunkt hat.

313 Mädchen und Jungen aus 25 Schulen haben sich aufstellen lassen – so viele wie nie zuvor. 2009 gab es nur 231 Kandidatinnen und Kandidaten.

Erstmals gibt es in diesem Jahr etwas mehr weibliche als männliche Bewerber, berichtete Vorstandsmitglied Lotte Bergmann. An der Altersstruktur habe sich hingegen wenig gegenüber der vergangenen Wahl vor zwei Jahren verändert: Rund zwei Drittel der Anwärterinnen und Anwärter auf die Sitze im KiJuPa sind zwischen acht und zwölf Jahren alt.

Gewählt wird zwischen dem 14. und 25. März direkt in den Schulen. Jede Schule – von der Grundschule bis zum Gymnasium – entsenden anschließend ihre Schülerinnen und Schüler mit den meisten Stimmen in das KiJuPa. Insgesamt werden 100 Plätze vergeben, größere Schulen wie die drei Gymnasien können acht, kleinere entsprechend weniger Plätze besetzen, erläuterte Jugendbildungsreferentin Friederike Könitz gegenüber der OP.

von Stefan Weisbrod

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