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Schüler wählen ab Montag

Kinder- und Jugendparlament Schüler wählen ab Montag

Vom 16. bis zum 27. März wird an den Marburger Schulen das 10. Kinder- und Jugendparlament gewählt. Zur Wahl aufgerufen sind Schüler von sechs bis einschließlich 17 Jahren.

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Teamerin Franziska Maier (von links), Manuel Greim, für Präsentationen zuständig, Vorsitzender Jona Hartmann, Jugendbildungsreferentin Marie-Muriel Müller, stellvertretende Vorsitzende Fiona Kubera, Beisitzer Johannes Clement und Schriftführer Paul Schneider.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Vor Beginn der letzten Sitzung des 9. Marburger Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) im Stadtverordnetensitzungssaal gaben die Vorstandsmitglieder sowie Bürgermeister Dr. Franz Kahle und Jugendbildungsreferentin Marie-Muriel Müller Informationen zur bevorstehenden Neuwahl bekannt und warben um Beteiligung. Außerdem blickten sie kurz auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Für den bisherigen Vorsitzenden Jona Hartmann (Martin-Luther-Schule) und die stellvertretende Vorsitzende Fiona Kubera (Elisabethschule), die nach Erreichen der Altersgrenze ausscheiden, gehen sogar zehn beziehungsweise acht Jahre im KiJuPa zu Ende. Beide betrachteten diese Zeit als gewinnbringend in vielerlei Hinsicht.

„Es war definitiv sehr interessant. Ich konnte mich in jedem Alter einbringen, habe viel gelernt, aber auch unglaublich viel unternommen. Der Spaß überwog bei weitem“, erklärte Fiona Kubera.

„Dem kann ich mich anschließen. Ich habe es weniger als Arbeit oder ‚unbezahlten Nebenjob’ betrachtet. Durch das Antragsrecht im Stadtparlament hat man das Gefühl, das alles nicht umsonst zu machen. Es gibt immer mehr Veranstaltungen am Wochenende, sodass man sich trotz vermehrten Nachmittagsunterrichts engagieren kann. Auch, als ich mit sieben Jahren begann, habe ich mich nicht überfordert gefühlt und vieles gelernt“, sagte Jona Hartmann. Zuvor hatte er einige Höhepunkte der vergangenen „Legislaturperiode“ genannt. Dazu zählten neben den sieben jährlichen Sitzungen, bei denen unter anderem Anträge an die Stadtverordnetenversammlung beschlossen und zehn davon, vor allem im Bereich Verkehr, auch genehmigt wurden, verschiedene Aktionen und Projekte. Zum Beispiel zum Weltkindertag: eine Spielzeugbörse zugunsten sozialer Projekte, eine Schulranzen-Aktion für Sibiu, natürlich auch Feiern sowie Fahrten, ein Besuch im Landtag in Wiesbaden sowie jetzt im Februar in Straßburg.

Kahle: KiJuPa ist ein Erfolgsmodell

Bürgermeister Kahle erklärte: „Man kann nach neun Legislaturperioden sagen, dass das KiJuPa der Universitätsstadt Marburg ein Erfolgsmodell ist, das so gut funktioniert, dass sich auch andere Städte bei uns darüber informiert haben. Es ist nicht das einzige, aber ein kontinuierliches und wichtiges Partizipationsprojekt für Kinder und Jugendliche aller Marburger Schulen und Stadtteile.“

Verabschiedet wurde an diesem Tag auch Jugendbildungsreferentin Marie-Muriel Müller, die als Schwangerschaftsvertretung 14 Monate lang das KiJuPa betreut hatte. Ab dem 31. März übernimmt dies wieder Jugendbildungsreferentin Friederike Könitz.

  • Vom 16. bis zum 27. März wird an den Marburger Schulen das 10. KiJuPa gewählt. Zur Wahl aufgerufen sind 6517 Mädchen und Jungen von sechs bis einschließlich 17 Jahren, die ihren ersten Wohnsitz in der Stadt Marburg haben sowie jene, die in einem Internat in Marburg wohnen.
  • 223 Schüler von 22 Schulen stellen sich 2015 zur Wahl. Wie in den Vorjahren sind es mit 126 mehr Mädchen, nämlich 56,5 Prozent. Die Zahl der Bewerber ist im Vergleich zur vorigen Wahl zwar gesunken, aber weiterhin hoch. 2013 waren es 294 Kandidaten, 2011 waren es 313 Bewerberinnen und Bewerber, 231 kandidierten 2009, 250 im Jahr 2007 und 260 im Jahr 2005.
  • In absoluten Zahlen die meisten Kandidaten stellt mit 25 Schülern die Erich-Kästner-Schule. Die meisten Kandidaten in Relation zur Schülerzahl stellt die Gerhart-Hauptmann-Schule: Dort stehen 10,3 Prozent der Schüler für die Wahl zur Verfügung.
  • Der Altersschwerpunkt der Bewerber liegt wie in den Vorjahren bei den Acht- bis Zwölfjährigen. Sie stellen zusammen 83,8 Prozent der Kandidaten, also mehr als vier Fünftel. Insgesamt bewerben sich zwölf Schüler von sechs bis sieben Jahren, 111 von acht bis neun Jahren, 76 Schüler von zehn bis zwölf Jahren, 20 Schüler von 13 bis 15 Jahren sowie vier Schüler, die 16 oder älter sind.

von Manfred Schubert

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