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Schüler rücken dem Müll zu Leibe

Schüler rücken dem Müll zu Leibe

Rund 200 Schüler des Gymnasiums Philippinum und der Emil-von-Behring-Schule haben sich gestern an der hessenweiten Aktion „Sauberhafter Schulweg“ beteiligt.

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In drei Stunden sammelten rund 200 Schülerinnen und Schüler 200 Kilogramm achtlos weggeworfenen Müll.

Quelle: Uwe Zucchi

Marburg. Annika, Anna, Lisa, Laura und Nina sind sich nach gut drei Stunden des Müllsammelns auf den Lahnwiesen einig: „Das ist total blöd, voll die Umweltverschmutzung.“ Mehr als 200 Kilogramm Müll haben sie und ihre Schulkameraden aus den Klassen 6a, 6c, 6e und 5b des Gymnasiums Philippinum sowie Schüler von drei Klassen der Emil-von-Behring-Schule gestern Vormittag auf den Lahnwiesen und auf Schulwegen eingesammelt. Mit Greifzangen und Abfallbeuteln sind am Dienstag hessenweit rund 30.000 Schüler für saubere Schulwege allem möglichem Unrat zu Leibe gerückt. An dem landesweiten und europaweit einzigartigen Aktionstag „Sauberhafter Schulweg“ beteiligten sich 200 Schulen, wie das Umweltministerium in Wiesbaden mitteilte. „Mit dieser Aktion zeigen die jungen Umweltschützer nicht nur Verantwortungsbewusstsein und Engagement, sondern werden zu Vorbildern für uns alle“, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) zum Auftakt der Aktion in Marburg. Das Engagement zeige, dass Jugendlichen die Umwelt nicht gleichgültig sei. Viele Kinder waren sichtlich entsetzt über die Unmengen an Müll: „Wir haben viele Scherben, Bierdeckel, Plastik und ein halbes verrostetes Fahrrad gefunden“, sagten die Schülerinnen vom Philippinum. Teilweise habe der Müll zwei Meter neben einem Abfalleimer gelegen. Leute, die Müll gedankenlos wegwerfen, sind aus ihrer Sicht „blöde Menschen“. Ein etwa 40 Jahre alter Radfahrer hat sie besonders empört: Der Mann habe erst gesagt, er finde es toll, dass die Kinder den Müll sammelten. Und dann habe er vor ihren Augen Müll auf den Rasen geworfen und sei weiter gefahren.

von Uwe Badouin

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