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Schüler rätseln über Campushallen-Bau

Architektenwettbewerb Schüler rätseln über Campushallen-Bau

Sport und Schule, Feiern und Konzerte: Der Entwurf für die neue Campushalle in der Leopold-Lucas-Straße ist vorgestellt worden. Der Termin für den Baustart ist aber ebenso offen wie die Höhe der Kosten.

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Die Kasseler Architekten Thomas Fischer (links) und Ole Creutzig haben den Wettbewerb für den Bau der neuen Campushalle auf dem Gelände der Elisabethschule gewonnen.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Bis 2020 soll auf dem Gelände der Elisabeth-schule die marode Turnhalle durch ein Multifunktions-Gebäude ersetzt werden. Doch der Neubau wird zur Geduldsprobe für Schüler und Sportler: Weder für 2015 noch 2016 sind in den aktuell aufgestellten Haushalt der Stadt Gelder für den Baustart verplant. Vor 2016 wird der Magistrat auch keine Verträge unterzeichnen, so dass auch die konkreten Planungen, Genehmigungen und Co. erst in rund zwei Jahren laufen werden. Ein Baustart 2017 oder 2018 hält Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) auf OP-Nachfrage für realistisch. Bauzeit nach Angaben der zuständigen Architekten: eineinhalb Jahre. „In diesem Jahrzehnt soll die Halle jedenfalls fertig werden“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Eine Sanierung der alten Turnhalle sei „absolut überfällig“, jedoch mache ein Neubau sowohl aus Nutzungs- als auch Kostensicht (der Magistrat will „im einstelligen Millionenbereich bleiben“) mehr Sinn.

Bei der Vorstellung der 16 eingereichten Planungs-Entwürfe am Mittwochabend im Bauamt skizzieren die Architekten des Kasseler Büros „Atelier 30“, die den städtischen Wettbewerb gewonnen haben, ihre Vorstellung der Campushalle.

Das zweistöckige Gebäude beherbergt demnach neben einem Sportareal ein Dojo für die Judoabteilung von Blau-Gelb Marburg, zwei Klassenzimmer sowie Sanitäranlagen. Zudem gibt es Aufenthaltsräume, die für Vereins- oder Privatpartys genutzt werden können. „Die Campushalle ist wie ein Puzzle, Räume lassen sich bei Bedarf koppeln“, sagt Thomas Fischer, Architekt.Sein Kollege Ole Creutzig erläutert, dass sich die Optik, die Fassade in die Umgebung einfügen soll. „Wir setzen auch auf Ästhetik. Ein Gebäude kann funktionieren, aber es kann und soll beim Betrachten wirken, etwas auslösen“, sagt er. Es sei „eine kniffelige Aufgabe gewesen, die Halle nicht zu technisch wirken zu lassen“, ergänzt Fischer.

Der Leiter der Elisabethschule, Tobias Meinl hofft auf einen baldigen Baustart. Kritik an dem Siegerentwurf keimte bei der Präsentation nur bei Details, etwa die Lage der zwei integrierten Klassenräume oder der Frage nach Zuschauertribünen, auf. Eine klassische Felder-halle will die Stadt nicht bauen. „Wir brauchen keine Kopie der gegenüberliegenden Gaßmann-Halle, sondern ein neues Angebot“, sagt Vaupel. Wie dieses aussehen könnte, sollten die Architekten im Wettbewerb darstellen. „Uns ging es darum, möglichst viele Meinungen und Entwürfe für das Bauprojekt einzuholen“, sagt Kahle. „Die Campushalle ist ein Baustein für das Gelingen von Gemeinschaft und Kultur in der Stadt“, sagt Professor Wolfgang Schulze, Mitglied der Wettbewerbs-Jury. Auf dem engen Grundstück - ein kleinerer Teil des bestehenden Außenfelds entlang des Verbindungswegs zur Ockershäuser Allee bleibt erhalten - gebe es künftig „einen Treffpunkt, mehr als nebeneinandergeschaltete Sporträume“.

von Björn Wisker

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