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Schüler erinnern an Opfer des Holocaust

Staatsarchiv Marburg Schüler erinnern an Opfer des Holocaust

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Eine Ausstellung von Schülerarbeiten über den Holocaust wurde nun, 66 Jahre später, im Staatsarchiv Marburg eröffnet.

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Während der Ausstellungseröffnung tauchten die Besucher in die Arbeiten ein.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Der 27. Januar ist in Deutschland der Holocaust-Gedenktag. Die neue Ausstellung im Staatsarchiv wurde daher am 27. Januar eröffnet.

Unter dem Titel „65 Jahre nach dem Holocaust – Erinnern und Gedenken aus Sicht der Urenkelgeneration“ wurden Schulprojekte und Schülerarbeiten aus Marburg, Stadtallendorf und Ebsdorfergrund ausgestellt. Etwa 60 Schüler, Lehrer und Interessierte waren bei der Eröffnung im Archiv dabei und haben sich von den Schülern einiges zu den Projekten erzählen lassen.

So berichteten Schülerinnen der Elisabethschule, wie sie zu dem Projekt „Stolpersteine“ kamen und durch den Verkauf von Waffeln drei solcher Gedenksteine in Marburgs Gehwegen finanzieren konnten.
In der Gesamtschule Ebsdorfergrund in Heskem haben drei Klassen an einem Projekt zur Geschichte von Sinti-Kindern in Dreihausen gearbeitet. Lehrer Mirko Meyerding berichtete, dass die Klassen über Tagebuchauszüge von Agnes Blanke, die in den 90er Jahren in der Oberhessischen Presse veröffentlicht wurden, zu dem Thema kamen.

Ebenfalls durch den Verkauf von Waffeln sowie durch Spendensammlungen habe man genug Geld zusammenbekommen, um ein Denkmal zu gestalten. Am Friedhof von Dreihausen erinnern 18 Steine an die Deportation von Sinti aus Dreihausen.

„Es ist eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit einem für Jugendliche sicher schweren und emotionalen Thema“, sagte Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch, die stellvertretende Leiterin des Archivs. Oberbürgermeister Egon Vaupel zeigte sich dankbar: „Man kann aus dieser Aufarbeitung viel lernen. In Marburg wird das Sich-Erinnern nie enden!“

Gerd Krüger vom Verein „SchulKultur Marburg-Biedenkopf“ hoffte, diese Ausstellung weiter führen zu können: „Es gibt noch so viele Schulen mit Projekten zum Thema, die einer Ausstellung wert wären“.

von Patricia Kutsch

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