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Schüler beobachten Schlossfest-Proben

Bettina-von-Arnim-Schule Schüler beobachten Schlossfest-Proben

Die Bettina-von-Arnim-Schule hat eine neue Initiative gestartet, um ihren Schülern die Teilhabe am kulturellen Leben in Marburg und Umgebung zu erleichtern.

Marbugr. Die Bettina-von-Arnim-Schule ist eine private, staatlich genehmigte Schule für Praktisch Bildbare, Körperbehinderte und für Lern- und Erziehungshilfe. Zu den pädagogischen Prinzipien der Bettina-von Arnim-Schule gehört es, die Schülerinnen und Schüler in speziellen und jahrgangsübergreifenden heilpädagogischen Fördergruppen bei der Entwicklung aller Sinne zu fördern und durch künstlerisch-therapeutisches Tun in ihren Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen, wie Benno Möller vom Schulleitungsteam erläutert.

Ein Weg dazu sind seit vielen Jahren Theatergruppen in der achten und in der zwölften Jahrgangsstufe.

Nun geht die Bettina-von-Arnim-Schule einen zusätzlichen Weg: Sie schloss eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kulturprojekt „musica europa“, das in diesem Sommer zum zweiten Mal die Schlossfestspiele veranstaltet und dort „Das Schlossgespenst und der Ritter von der traurigen Gestalt“ in den Kasematten und im Museum aufführt, ein Musiktheaterstück für Kinder. Die Proben für dieses Stück nun finden in der Aula der Bettina-von-Arnim-Schule statt, freut sich Ernst Gercke vom Trägerverein „Verein für heilende Erziehung“. Mit Regisseurin Kerstin Weiß sei vereinbart, dass die Schüler an den Proben teilnehmen dürfen.

Das bringt zum einen den Schülern der Bettina-von-Arnim-Schule etwas, hofft Gercke - zumal zumindest ein Teil von ihnen selbst in einem Theaterprojekt steckt. Zum anderen, sagt Benno Möller, können auch Profis durch die Reaktionen der Bettina-von-Arnim-Schüler viel für ihr Spiel lernen: Sie kommen in Kontakt mit einer vielfach ungewohnten Art, Emotionen zu zeigen. „Ich kann mir deswegen vorstellen, dass die Kooperation auch für musica europa bereichernd sein wird“, sagt Benno Möller.

Für die Schülerinnen und Schüler der Bettina-von Arnim-Schule wird sie das in jedem Fall sein. Sie können nach den Osterferien unmittelbar Eindrücke von den Theaterproben sammeln, kommen mit Schauspielern und Regisseuren in Kontakt, lernen zu vergleichen. „Es entspricht in vielen Facetten unserem Konzept, unsere Schule zu öffnen“, sagt Ernst Gercke. Und Benno Möller ordnet diese Bemühungen ein in das Bemühen der Schüler, den Gedanken der Inklusion von Regelschülern und Förderschülern, also das gemeinsame Erleben und das Voneinander-Lernen weiter voran zu bringen.

Nächste Gelegenheit dazu ist heute um 10.30 Uhr in der Bettina-von-Arnim-Schule, Rudolf-Breitscheid-Straße 22. Schüler und Schülerinnen aller Klassen zeigen in der jährlichen öffentlichen Schulaufführung Szenen aus dem Unterricht, wie sie ihn erleben.

von Till Conrad

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