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Schüler-Parlament beginnt mit Arbeit

Neue Wahlperiode Schüler-Parlament beginnt mit Arbeit

Die 43 Abgeordneten des neu gewählten Kinder- und Jugendparlaments trafen sich zu ihrer ersten Sitzung. Erste Amtshandlung: die Konstituierung. Neuer Vorsitzender ist Manuel Greim.

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Der neue Vorstand des Kinder- und Jugendparlaments, flankiert von Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (links) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. 3630 Schülerinnen und Schüler aus Marburg haben gewählt: 43 Abgeordnete und ebenso viele Stellvertreter aus 22 Schulen werden in den kommenden zwei Jahren die Interessen von Kindern und Jugendlichen in einem eigenen Parlament vertreten. Seit 1997 gibt es diese Institution inzwischen bereits in Marburg - und regelmäßig informieren sich Delegationen aus anderen Städten über die erfolgreiche Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) in der Universitätsstadt. Am Donnerstag traf sich das zehnte KiJuPa in der Aula der Kaufmännischen Schulen zu seiner konstituierenden Sitzung.

Nur 14 der nun gewählten Delegierten waren bereits zuvor im KiJuPa aktiv, für die meisten ist ihr politisches Engagement Neuland. „Manche Dinge seht ihr Kinder und Jugendlichen viel besser als wir Großen“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (SPD) - der gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) bei allen Sitzungen des KiJuPa anwesend ist - erklärte, er freue sich auf die Zusammenarbeit. In Marburg hat das Parlament nicht nur Projekt-charakter, sondern ein Antragsrecht. Was die Kinder und Jugendlichen beschließen, damit muss sich die Stadtverordnetenversammlung auch auseinandersetzen.

Wie konkret die Arbeit aussieht, berichteten Mitglieder des bisherigen Vorstands: vom „Alltagsgeschäft“ der Sitzungen und AG-Treffen über Ausflüge und Fahrten bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. 2014 stand für das KiJuPa beispielsweise gemeinsam mit dem Kreisjugendparlament die Organisation des ersten Hessischen Kinder- und Jugendkongresses auf dem Plan. Außerdem werden auch Kontakte zu anderen Parlamenten gepflegt - zum Beispiel dem „Conseil des Jeunes“ in Poitiers. Alljährlich veranstaltet das KiJuPa außerdem das „Politicut“-Festival mit verschiedenen Bands, das im Jahr der Neuwahl auch gleichzeitig eine Willkommensparty für die alten und neuen Delegierten ist.

Jona Hartmann, der sich nach elf Jahren im KiJuPa und zuletzt als Vorsitzender verabschiedete, gab den „Neuen“ mit auf den Weg, sie sollen immer daran denken, dass sie die Vertretung aller Schüler ihrer Schule seien. „Ich habe das nie als Arbeit gesehen, es hat immer viel Spaß gemacht - sonst wäre ich auch nicht so lange dabei geblieben“, sagte der 18-Jährige.

von Nadja Schwarzwäller

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