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Schubert-Stiftung erhöht Ausschüttung

Benefiz-Aktion Schubert-Stiftung erhöht Ausschüttung

In diesem Jahr schüttet die Theodor-Schubert-Stiftung an ältere, bedürftige Marburger insgesamt 11900 Euro aus.

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An der Kaffeetafel zu Ehren von Theodor Schubert (von links:) Wolfgang Engler (Sozialamt), Heiko Wöllner (Commerzbank), Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, Gabriele Seitz (Commerzbank) und Tina Muth (Mitarbeiterin der Stadtverwaltung).

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Alljährlich in der Vorweihnachtszeit fließt Geld aus der Theodor-Schubert-Stiftung an bedürftige und ältere Marburger. Stiftungsgründer Friedrich Max Theodor Schubert hatte in seinem Testament und damit auch laut Stiftungserlass zur Bedingung gemacht, dass immer an seinem Geburtstag bei einer kleinen Kaffeetafel mit Kaffee und Kuchen an ihn gedacht wird.

Das geschah am Donnerstag wieder im Rathaus, wo Teilnehmer einer Kaffeetafel das Angenehme mit dem Nützlichen verbanden. „In diesem Jahr werden von der Theodor-Schubert-Stiftung 11900 Euro an bedürftige, ältere Marburger ausgeschüttet“, erläuterte Heiko Wöllner von der Commerzbank, die das Stiftungsvermögen verwaltet. 49 Einzelpersonen erhalten jeweils 200 Euro, und an sieben Ehepaare gehen je 300 Euro. Damit können sie beispielsweise Weihnachtsgeschenke kaufen oder finanzielle Durststrecken überwinden. Die Briefe mit der frohen Botschaft gingen an die Begünstigten traditionell am Geburtstag Schuberts, der dieses Jahr auf einen Samstag fiel. Deswegen wurde die kleine „Geburtstagsparty“ nun an einem Werktag nachgeholt.

In den vergangenen Jahren sei jeweils die Gesamtsumme von 10000 Euro ausgeschüttet worden. Die Erhöhung der Summe sei trotz einer allgemeinen Niedrigzins-Zeit vor allem dank umsichtiger und breit gestreuter Verwaltung des Stiftungsvermögens erreicht worden, und weil die Verwaltung des Stiftungsvermögens jetzt nicht mehr individuell erfolge, sondern von dem Geldinstitut zentral zusammen mit anderen Stiftungen abgewickelt werde.

Um die Verteilung des Geldes kümmert sich das Sozialamt, das die Bedürftigkeit prüft. Häufig seien die Begünstigten ältere Personen, die unverschuldet in finanzielle Not geraten seien, aber durch das Raster der Sozialhilfe fallen würden, erklärte Sozialamts-Mitarbeiter Wolfgang Engler. Neuer Kurator der Stiftung ist anstelle von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sein Nachfolger Dr. Thomas Spies (SPD), für den Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach an der Kaffeetafel teilnahm.

„Schubert hat fast sein ganzes Vermögen in die Stiftung ‚Theodor Schubert - ein Marburger Kind‘ gegeben“, sagte Weinbach. Der 1894 in Marburg geborene spätere Direktor des Reiseunternehmens Lloyd in Norddeutschland hatte nur die ersten sechs Jahre nach seiner Geburt und dann noch einmal drei Jahre für eine kaufmännische Lehre in Marburg gelebt. Dennoch muss diese Zeit auf ihn nachhaltig gewirkt haben, so dass er zu seiner Stiftungsidee kam.

Schubert starb am 21. September 1975. Schon ein Jahr später wurde die Stiftung vom hessischen Innenministerium gefördert. Mittlerweile umfasst das Stiftungsvermögen rund 1,1 Millionen Euro, wozu auch eine Zustiftung in Höhe von rund 100000 Euro beitrug.

von Manfred Hitzeroth

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