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Schröck weiht Sport-Schmuckstück ein

Vereinsheim und Kunstrasenplatz Schröck weiht Sport-Schmuckstück ein

"Die höchste Rendite für Steuergelder erhält man, wenn sie an Vereine gegeben werden", sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel bei der Einweihung.

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Besondere Stimmung beim Einzug der Spieler von Schröck (in Weiß) und Langenaubach erzeugte die Begleitung durch den FSV-Nachwuchs. Das Flötenensemble der Musikschule Harmonie Kunterbunt lockerte die Reden mit Musikbeiträgen auf. Fotos: Schubert

Schröck. Die Zuschüsse der Stadt zur Erweiterung und Sanierung des Vereinsheims und zum neuen Kunstrasenplatz betragen 380000 Euro. Es mute wie ein Märchen an, dass ein Dorfverein heute ein solches Großunternehmen bewältige, aber für ein Märchen steckte zu viel Arbeit darin. 10000 Stunden an Eigenleistungen der Mitglieder wurden belegt, um die Fördergelder von Stadt, Land, Landkreis und Landessportbund zu erhalten. Tatsächlich waren es wohl eher 15000 Stunden, schätzte der FSV-Vorsitzende Willy Rommelspacher. „Dieses Engagement der Mitglieder kann man ebenfalls als märchenhaft bezeichnen“.

Der Rückblick Rommelspachers zeigte, wie aus einer kleinen Idee die große Baustelle wurde. Vor fünf Jahren wurde dem „Bau-Chef“ des FSV, Norbert Balzer, rotes Gehwegpflaster in Stadtallendorf zur Abholung angeboten. Der Gedanke, damit den Rasenplatz an zwei Seiten mit Pflasterweg einzufassen und aufzubessern, wurde schnell Realität und in wenigen Wochen und 2500 Arbeitsstunden waren sogar drei Seiten mit roten Pflasterwegen fertig gestellt. Das Werk präsentierte man den Verantwortlichen der Stadt und erhielt für diese Leistung die Materialkosten erstattet. Das Leistungsvermögen des Vereins und seiner Mitglieder hinterließ Eindruck, im Folgejahr sicherten Oberbürgermeister und Stadt 80000 Euro für die Sanierung und Erweiterung des Sportheims zu. „Das alte Gebäude war im Prinzip Schrott, es gab keine Heizung, keine Außendämmung, Fenster und Türen waren kaputt, Kabinen und Sanitärräume für einen Spielbetrieb mit zwei Senioren- und acht Jugendmannschaften viel zu klein“, sagte Rommelspacher. Die Planungen ergaben Kosten von 250000 Euro, Zuschüsse wurden beantragt, im August 2011 begannen die Bauarbeiten. Mit einem Anbau, Installation einer Erdgasheizung mit Solarunterstützung, energetischer Sanierung und Modernisierung schufen die FSVler in 8000 Arbeitsstunden das Sportheim.

Das größte Problem sei aber der Zustand des Rasenplatzes gewesen, auf dem besonders 2011 und 2012 ein normaler Spiel- und Trainingsbetrieb nicht mehr möglich gewesen sei. Entweder habe er unter Wasser gestanden oder sei „knüppelhart gewesen“. Die Stadt zeigte sich 2013 bereit, 300000 Euro Zuschuss zu gewähren, weitere Zuschüsse könne man bei Land und Kreis beantragen. Die fehlenden Mittel, mindestens 100000 Euro, müsste der Verein selbst aufbringen, einwerben oder als Darlehen aufnehmen. „Das hatte etwas von Himmel und Hölle zugleich. Die Realisierung unseres größten Wunsches zum Greifen nahe, andererseits ein unglaublicher Brocken für einen kleinen und im Prinzip völlig mittellosen Verein“, erinnerte sich der Vorsitzende.

n Markus Schick und Andreas Schmitt wurden während der Einweihungsfeier für Hunderte Arbeitsstunden geehrt.

von Manfred Schubert

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