Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Schmerz-Patienten als Experten

1. Marburger Patientengipfel Schmerz-Patienten als Experten

Jeder Teilnehmer des Patientengipfels kann Anregungen und Praxiswissen mit nach Hause nehmen: Das versprechen die Veranstalter.

Voriger Artikel
"Ein Teil von Marburg“ oder „einfach nur niveaulos“?
Nächster Artikel
Polizei rät von Pfefferspray ab

Schmerzmittel können Nebenwirkungen haben. Viele Patienten mit chronischen Schmerzen haben ihren Weg gefunden, um mit ihren Schmerzen umzugehen.   

Quelle: Andrea Warnecke

Marburg. Menschen mit chronischen Erkrankungen geben ihre Erfahrungen im Umgang mit Schmerz weiter: Das ist das Ziel des Patientengipfels, das am Samstag, 29. Oktober, auf dem Hebronberg stattfindet. Veranstalter ist der Verein Gesundheitskolleg.

Im Mittelpunkt des Gipfeltreffens stehen Patienten. „Als Experten im Umgang mit Schmerz verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz. Ihr Wissen wollen wir für Sie sichtbar und nutzbar machen“, erklärt die Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin, Dr. Sabine Hofmann, die die Veranstaltung organisiert. Viele Menschen mit chronischen Schmerzen hätten im Lauf der Zeit herausgefunden, wie sie am besten damit umgehen“, ergänzt sie.

Der Austausch findet im „World Café“ statt. Das „World Café“ sei ein Kommunikations- und Strategieformat, in dem jeder gleichberechtigt zu Wort kommt und gemeinsam kreative Ideen und Lösungen entstehen, erklärt Hofmann.
Wichtig sei dabei, den Teilnehmern auch zu erklären, dass sie nicht nur krank, sondern auch gesund seien. Nicht der ganze Körper sei nunmal erkrankt, wenn jemand Schmerzen habe.

Fragestellungen, die bewegen

Das Team des „World Café Europe“ aus München werde den Austausch leiten. Gemeinsam mit den Patienten werden Erfahrungen, Strategien und Wissen zu Tage gefördert, neue Handlungsmöglichkeiten für den Einzelnen entdeckt, was den Horizont über den Schmerz hinaus erweitert und das aktive Selbstmanagement unterstützt, sagt Hofmann. Man komme bei einer Tasse Kaffee mit anderen Patienten ins Gespräch. Ausgangspunkt für Gespräche sind Fragestellungen, die bewegen. Am Ende werden Ergebnisse vorgestellt und für einen „Coffee to go“ zusammengefasst.

„Jeder Teilnehmer kann Anregungen und Praxiswissen mit nach Hause nehmen“, erklärt das Gesundheitskolleg. Nachmittags laden das Team der multimodalen Schmerztherapie des Diakonie-Krankenhauses Wehrda zu kurzen Vorträgen und Workshops ein. Danach berichten Dr. Winfried Hofmann und Dr. Frank Dittmar über Neues aus der Schmerztherapie, und Martin Hauck-Trampe und sein Team bringen etwas Bewegung in den Saal.

Einen Vortrag besonderer Art wird zum Abschluss geboten: Dr. Gangolf Seitz hat zur Gesundheit und zum Schmerz in Entenhausen, „dem Wohnort von Donald Duck“, geforscht und wird darüber berichten.
Um die kollegiale Kreativität des World Cafés zu entfalten, sollten laut Veranstalter hundert Patienten teilnehmen.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr