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Schlossbahn passiert grünes Gewölbe

Erste Fahrt zum Schloss Schlossbahn passiert grünes Gewölbe

Die Bimmelbahn hat es geschafft: Am gestrigen Freitag fuhr sie in 40 Minuten reiner Fahrzeit vom Steinweg über den Hauptfriedhof am Rotenberg bis hin zum Schloss.

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Die Schlossbahn meisterte auch die Engstelle am Sandweg: Es ging knapp an den vorsorglich geschnittenen Hecken vorbei, wie durch ein „grünes Gewölbe“.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Es war längst kein so großer Bahnhof mehr für die Bimmelbahn wie noch bei der Jungfernfahrt vor Monatsfrist, zu der rund 100 Ehrengäste geladen waren. Die ­gestrige unspektaktuläre Fahrt ohne geladene Prominenz hatte aber aus Sicht der Betreiberfamilie Brunett einen ganz entscheidenden Vorteil: Das gewünschte Ziel - das Marburger Landgrafenschloss - durfte und konnte erreicht werden. Kurz vor der Fahrt am 30. Juni war die damalige Schlossroute noch aufgrund des zu steilen Gefälles auf einer Wegstrecke von zwölf Metern vom Marburger Ordnungsamt untersagt worden.

Foto: Nadine Weigel

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Noch am Donnerstag hatten die Brunetts nach dem letztem Heckenschnitt im Sandweg mit dem Bähnchen eine erste erfolgreiche Probefahrt unternommen. Am Freitag kam dann kurz vor halb 12 die echte „Nagelprobe“: die erste reguläre Fahrt der touristischen Bahn vom Steinweg bis hin zum Schloss. Rund 20 zahlende neugierige Gäste hatten sich eingefunden. Herbert Brunett saß am Steuer und kutschierte die Bahn zunächst den Steinweg hoch und durch die Fußgängerzone bis zum Marktplatz, während Lydia Brunett über den Bordlautsprecher Wissenswertes über die touristischen Attraktionen am Wegesrand erzählte. Dabei manövrierte der Fahrer das Bähnchen geschickt um kleinere Hindernisse wie abgestellte Autos und Werbe-Aufsteller herum.

Knapp an den Büschen vorbei

Am Markt stand dann eine zehnminütige Pause auf dem Programm. Weder OB Egon Vaupel noch Bürgermeister Dr. Franz Kahle schauten aus dem Rathaus heraus, um einen Blick auf die Bahn zu erhaschen. Weiter ging‘s über das Barfüßertor und dann den Rotenberg hoch, wobei der Anstieg das Bähnchen vor ganz schöne Herausforderungen stellte.



 
 
 
 
 
 
 
 
 


Nach der „Wende“ auf dem Parkplatz des Hauptfriedhofs fuhr die Bahn den Rotenberg wieder herunter und bog dann in die Calvinstraße ein. Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zum Sandweg. Und jetzt kam der anspruchsvollste Fahr-Part der Tour.

Denn der sonst teilweise nur für die Autos von Anliegern zugängliche Teil des Sandwegs ist von wild wuchernden Hecken umrahmt. Einige Äste der extra für die Bahnfahrt zurückgeschnittenen Hecken streiften die Schlossbahn, sie kam aber problemlos durch.

Besonders malerisch wirkte dann die Fahrt unter einem „grünen Gewölbe“, das man durch die durchsichtigen Dächer der beiden Waggons gut beobachte konnte. Nachdem der Fahrer wegen der Entnahme und des Wieder-Einführens eines Pollers zweimal kurz gehalten hatte, bog die Bahn dann schon bald in den Schlosshof ein. Die Rückfahrt dauerte dann noch einmal eine halbe Stunde.

„Es war eine sehr schöne Fahrt. Wir haben auch einige Ecken gesehen, die ich noch gar nicht kannte “, bilanzierte die Marburgerin Anke Schultz und gab damit auch die durchweg positive Meinung der übrigen Fahrgäste wieder. Schultz hatte sich zusammen mit ihrer Tochter und einem Verwandten aus Thüringen die Fahrt mit der Bimmelbahn geleistet.

von Manfred Hitzeroth

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