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Schloss-Aufzug: Klarheit bis Sommer?

Stadtpolitik Schloss-Aufzug: Klarheit bis Sommer?

Für den Sommer erwartet die Stadt Erkenntnisse und die Antwort auf die Frage, ob und wie der Bau eines Aufzugs zum Schloss realisierbar ist. Unternehmer Dr. Reinfried Pohl hat drei Millionen Euro dafür gespendet.

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Der Weg zum Schloss ist beschwerlich. Für viele ältere Besucher der Stadt zu beschwerlich, meint Mäzen Reinfried Pohl. Er fand die Idee des Oberbürgermeisters, einen Schrägaufzug bauen zu lassen, so gut, dass er den Bau finanzieren will. Eine Entscheidung

Marburg. Wird es jemals einen Schrägaufzug von der Oberstadt zum Landgrafenschloss geben? „Ich habe das offizielle Prüfverfahren in die Wege geleitet“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Sein Büro ergänzte gestern auf Nachfrage der OP: Nach dem Prüfauftrag, den ihm die Stadtverordnetenversammlung formal erteilt hat, hat der Rathauschef die Verwaltung aufgefordert, ein externes Fachbüro zu beauftragen, ein Gutachten zu erstellen. Die Gutachter sollen ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen ein Aufzug möglich wäre. „Eine ganz wichtige Entscheidung für die Stadt“, so Vaupel. Er hatte die Idee bereits vor anderthalb Jahren geäußert. Ende 2011 hat DVAG-Vorstandschef Dr. Reinfried Pohl der Stadt Marburg vier Millionen Euro gespendet.

Er wollte damit den Bau des von Vaupel vorgeschlagenen Aufzugs finanzieren. Im OP-Interview am Samstag erklärte Pohl dazu: „Seit Ende 2011 steht immer noch nicht fest, ob der Aufzug gebaut wird. Ich war der Annahme man braucht vier Millionen Euro. Es hieß dann, er kostet nur drei Millionen. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Sache weiterentwickelt“.

„Dr. Reinfried Pohl ist ein Glücksfall für die Stadt“

Vaupel erklärte im OP-Gespräch, dass das Gutachten im Sommer vorliegen werde. Nach der Sommerpause könne man dann darüber beraten.

Die Experten werden die Zuwegung zum Schloss prüfen, aber sich auch mit den technischen Möglichkeiten eines Aufzugs befassen. „Es wird detailliert geprüft, wie der Aufzug zu realisieren wäre“.

Der Ehrenbürger und Mäzen Pohl machte im OP-Interview deutlich, dass er gekränkt ist, wie das politische Marburg mit seiner Spende umgegangen war. „Ich kann sehr gut verstehen, dass er gekränkt ist“, sagte Vaupel. „Aufgrund der Art und Weise der Diskussion wäre es mir nicht anders gegangen“, so der Rathauschef. „Dr. Reinfried Pohl ist ein Glücksfall für die Stadt und ein sehr angenehmer Mensch“, so Vaupel. Pohl hatte im Interview auch betont, dass er freiwillig eine Niederlassung in Marburg gegründet hat und er somit dort auch freiwillig Gewerbesteuer zahle. Der Hauptsitz der DVAG ist in Frankfurt. „Ich bin sehr dankbar, dass die DVAG Holding ihren Sitz in Marburg hat“, sagt Vaupel.von Anna Ntemiris

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