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„Schlaraffenland“ für spielende Kinder

Erlebnislandschaft eingeweiht „Schlaraffenland“ für spielende Kinder

Ein altes Sprichwort sagt: „Viele Hände, schnelles Ende.“ Dass diese Redewendung immer noch zutrifft, stellten Pädagogen der Kindertagesstätte Geschwister-Scholl-Straße im  November unter Beweis.

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Kinder, Pädagogen und Eltern weihten mit Bürgermeister Dr. Franz Kahle das Kletter- und Spielgerüst ein.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Mit tatkräftiger Unterstützung von engagierten Eltern wurde in kürzester Zeit eine Erlebnislandschaft, eine Art Kletter- und Spielgerüst, für die Kinder der Kita gebaut. Am Mittwoch hat Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) die Erlebnislandschaft eingeweiht. Für die Einweihungsfeier, an der auch die beteiligten Eltern der Kinder teilnahmen, hatte sich das Personal eine ganz besondere musikalische Darbietung einfallen lassen: Gemeinsam mit den Pädagogen sangen die Kinder das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehn?“ Dabei trugen die Kinder verschiedene Bau-Utensilien bei sich wie beispielsweise einen Bauhelm oder ein Hämmerchen.

Die fleißigen Handwerker waren jedoch 26 Erwachsene, die insgesamt 268 Stunden an Arbeitszeit einbrachten. Darunter Pädagogen der Kita, Eltern sowie Großeltern der Kinder. Durch dieses immense Engagement konnte die Erlebnislandschaft innerhalb von sechs Tagen fertiggestellt werden. „Eine fast schon rekordverdächtige Zeit“, erklärte Regina Hunke, Leiterin der Kita. Ursprünglich angesetzt waren nämlich neun Arbeitstage. Unterstützt wurden die „fleißigen Handwerker“ bei den Bauarbeiten von einem Schreinerteam.

„Es geht bei der Spiellandschaft nicht nur um das Spielen, sondern auch ums Lernen. Die Kinder können auf dem Gerüst klettern, durch Löcher krabbeln oder balancieren. So wird unter anderem auch die Koordination geschult“, erklärte  Daniela Gruß, Pädagogin in der Kita.

In Absprache mit dem renommierten Spielraumentwickler Gottfried Schilling wurde das Konzept für die „Wohlfühloase“, wie Hunke die Erlebnislandschaft betitelte, ausgearbeitet. Dabei waren die Kinder keineswegs außen vor, sondern wurden gefragt, welche spielerischen Elemente sie gerne verwirklicht sehen wollten. Der eine wollte eine Rutsche, die andere eine Sitzecke. Die meisten Wünsche wurden berücksichtigt. So entstand ein wahres „Schlaraffenland“ für spielende Kinder.  „Ich denke, dass ein solches Mitbauprojekt den Zusammenhalt zwischen den Eltern und den Pädagogen fördert“, erklärte Kahle in seiner Einweihungsrede. Dies bestätigte die Mutter eines Kindes: „Wir haben bei der Arbeit nicht nur viel über das Schreinern gelernt, sondern hatten auch viel Spaß und sind eine engere Gemeinschaft geworden!“

von Benjamin Kaiser

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