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Schlägerei: Opfer verliert ein Auge

Gericht Schlägerei: Opfer verliert ein Auge

Eine Auseinandersetzung im „Funpark“ in Marburg endete tragisch. Ein heute 24-Jähriger schlug mit einem Glas auf einen anderen Mann ein – und traf ihn im Gesicht. Dem Opfer musste ein Auge amputiert werden.

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Die Eingangstür des „Funparks“ in Marburg: Am 15. Februar 2010 wurde ein junger Marburger in der Diskothek so schwer verletzt, dass ihm das rechte Auge entfernt werden musste.

Quelle: Hoffsteter

Marburg. Der 24-jähriger Täter aus Wetter ist vom Schöffengericht des Marburger Amtsgerichts unter Vorsitz von Richterin Nadine Bernshausen zu einer siebenmonatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden. Der Angeklagte gestand im Gerichtssaal, einen anderen Mann mit einem Glas ins Gesicht geschlagen zu haben, wodurch der Geschädigte das Augenlicht seines rechten Auges verlor.

Das Opfer, ein 25-jähriger Marburger, berichtete, am 15. Februar vergangenen Jahres in der Diskothek „Funpark“ im Marburger Norden auf den ihm unbekannten Angeklagten getroffen zu sein. Der 24-Jährige habe ihn zunächst unvermittelt mit einem Getränk übergossen.

Nachdem er sich selbst auf gleiche Weise gewehrt habe, habe der Angeklagte mit dessen Glas in seine Richtung geschlagen und ihn im Gesicht getroffen, wo das Glas zerbrochen sei. Dabei sei die rechte Seite seines Gesichtes – samt des Auges – förmlich herausgeschnitten worden, erzählte der Geschädigte.

„Alles hing heraus. Ich habe mir das Auge selbst wieder reingedrückt“, teilte der Mann, der vor Gericht als Nebenkläger auftrat, mit. Er habe selbst den Notarzt gerufen, vom Personal der Diskothek habe sich niemand um ihm gekümmert. Bei einer anschließenden Operation habe das komplette Auge entfernt werden müssen. Noch heute leide er – vor allem psychisch – an den Folgen.

von Stefan Weisbrod

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